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== BLutiges Jahr 1043 BF in Aldenried ==
Efferd/Travia:
Reichsforster Feldzug 'durch den Wald' ins nördliche Hartsteen. Ganz Aldenried besetzt (ohne Beteiligung der Waldsteiner)
Boron:
Das nördliche Hartsteen, auch Aldenried, bleibt von Reichsforster Truppen besetzt
Hesinde:
Waldstein steigt in die Fehde ein und lässt Truppen an der Grenze aufmarschieren. Reichsforster Truppen ziehen sich aus Aldenried zurück
Tsa:
Waldsteiner überfallen das nördliche Hartsteen und besetzt den Süden von Aldenried => Zweite Schlacht vor Bärenau
Anfang Phex:
Hartsteen schlägt die Waldsteiner Ritter in der 'Schlacht an der Pulsa' und kann sie bis zum Kloster Tannenheim zurückdrängen
Ende Phex:
Hartsteener und Waldsteiner Verbände belauern sich => keine Waldsteiner Truppen mehr in Aldenried.
Anfang Peraine:
Im 'Hartweiler Untergang' bei Tannau kommt es zum Gefecht zwischen Hartsteener und Waldsteiner Ritter
==Familienplanung==
==Familienplanung==
nach Bärenauer Vorbild:  
nach Bärenauer Vorbild:  
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*Tsatalia Jalga (*1036 BF)
*Tsatalia Jalga (*1036 BF)
*Phexiane Ardare (*1037 BF)
*Phexiane Ardare (*1037 BF)
*Halwin Praiodan (*1038 BF)
*Halwin Praiodan (*1039 BF, Efferd)
*Perainia Alrike (*1042 BF, Praios)
*Geron Angward (*1044 BF, Ingerimm)
 
für Leuward & Perala von Schallenberg:
*Leomar *1044
*Perainhild *1045
*Debrek *1047


== Rondras Weg ==
== Rondras Weg ==


Verbindung zum mystischen unter Burg Sturmwacht schaffen.
Verbindung zum mystischen unter Burg Sturmwacht schaffen.
== Armenzug ==
Kloster Tannenheim, Klosterlande Tannenheim in der Baronie Aldenried
"Es tut mir leid, ihr guten Leute, aber mehr können wir euch heute nicht geben. Kommt morgen wieder, dann kann ich wieder etwas austeilen!" Bruder
Perainfried, der Kellerer musste sich lautstark Gehör verschaffen unter den Leuten, die noch mit leerer Schale vor ihm standen und ihn aus hungrigen Gesichtern anblickten. Zwei seiner Mitbrüder halfen ihm den leeren kessel und Brotkörbe einzupacken und in das Kloster zurück zu bringen, vor dem das arme Volk zur Speisung zusammengekommen war und sich jetzt seufzend langsam wieder verstreute.
Besorgt schüttelte Perainfried den Kopf. Täglich kamen mehr Bittsteller und gleichzeitig hatte das Kloster immer weniger an Eingängen milder Gaben zu verzeichnen. Der vergangene Winter war hart gewesen und fast sämtliche Vorräte verbraucht. Schon jetzt mussten sie alles direkt verwerten, was Felder, Wälder und Gärten schon jetzt hergaben. Das war nicht viel und auch wenn die Ernte bisher für dieses Jahr vielversprechend zu werden versprach so waren doch noch Monate bis dahin zu überbrücken, überlegte er, während er einen der Körbe in Richtung Vorratskammer zurück trug.
"Vater Owilmar!", rief er den Abt des Klosters an, gleich als er ihn sah, und drückte den Korb eine Novizen in die Hand. Owilmar von Schroeckh, der Abtgeweihte von Tannenheim, drehte sich zu ihm herum und sah dem ihm entgegen eilenden Kellerer lächelnd entgegen.
"Bruder Perainfried. Was kann ich für euch tun?"
"Vater Owilmar, ich weiß bald nicht mehr was ich tun soll. Jeden Tag haben wir mehr arme Menschen, die vor unseren Mauern um eine Schale Suppe, einen Apfel oder einen Kanten Brot betteln. Aber wir haben so wenig zu geben. Wir haben ja selbst kaum noch etwas, dass ich bei einigen der älteren Brüder schon fürchte die geringen Mahlzeiten könnten sie zu sehr schwächen und für Krankheiten anfällig lassen." Der Abtgeweihte nickte bedächtig und zog ein fast schmerzlich zu nennendes Gesicht.
"Ja ich verstehe euer Anliegen, Bruder. Doch wir können nicht mehr geben als uns die drei Schwestern überlassen um es weiter zu schenken."
"Könnten wir nicht unseren Mitschwestern und -brüdern in den anderen Klöstern um Beistand bitten?"
"Hm, das könnten wir, aber ich bezweifele, dass sie selbst mehr zu geben haben. Wir könnten aber...", er versank kurz im stillen Brüten.
"Äh, wir könnten was, Vater?"
"Hm? Oh, äh ich dachte nur gerade an etwas. Eine Möglichkeit.... Bruder könntet ihr bitte Bruder Travidan sage, dass ich mich nach Aldengrund begebe?"
"Zum Baron also? Ja, das werde ich dem Bruder Prior natürlich ausrichten. Denk ihr...?"
"Ich hoffe es und bete darum, Perainfried. Ich bete."
Burg Aldengrund, Baronie Aldenried
"Das mett nich!", verkündete Rondrik lautstark und verzog das Gesicht, das man meinen könne, er müsste auf einer Löwnzahnwurzel herumkauen. Widerwillig wandte er den Kopf weg von dem Teller vor sich und ließ den Löffel daneben auf den Tisch fallen. "Will Basdede!"
"Ach, Rondrik. Das schmeckt sehr wohl.", versuchte seine Mutter es begütigend und machte ihm vor, in dem sie von seiner Brotsuppe kostete. Die Suppe war mit dem hart gewordenen Brot der vergangengen Woche zubereitet und mit einfachen Kräutern wie Liebstöckel und Petersilie gewürzt.
"Nein, mett nicht! Will Basdede!", rief der Junge nur um so lauter, nahm den Löffel und schlug damit in die Suppe vor sich, so dass der Inhalt überall verspritzt wurde.
Felans Augenbrauen zuckten, als er seinen ältesten Sohn finster anblickte. Dann erhob er sich langsam, wobei er seinen Lehnstuhl nach hinten schob. "Junger Mann, es wird Zeit, dass du lernst was es heißt Privilegien zu genießen und deren Verlust zu erleben." Er schritt um den Tisch herum, schnappte sich seinen Sohn und hielt das strampelnde Kind eingeklemmt unter dem Arm fest.
"Felan, was...", versuchte Jalga ihren Gatten zum Einhalten zu bewegen.
"Nein, das muss er lernen. Wer seine Suppe in Zeiten, in denen genügend Volk, hungert nicht essen will und sie sogar verschwendet, muss halt ohne Suppe zu Bett gehen. Nur so lernt er jedes Stück Brot zu schätzen, dass die Herrin Peraine uns schenkt." Mit diesen Worten brachte er den Jungen, der inzwischen auch das Schreien aufgegeben hatte, da er merkte, dass er damit bei seinem Vater rein gar nichts bewirkte als diesen noch zorniger zu machen, in seine Kammer und stellte ihn in sein Bettchen.
"So, und hier bleibst du, bis du gelernt hast Respekt vor den Speisen zu zeigen, die Du genießen darfst. Nachdem du dich entschuldigt hast darfst du die Suppe aufessen. Vorher gibt es auch nichts anderes. Ich werde nachher wiederkommen und dich dazu befragen.", sagte er dem Kind, das ihn mit großen Augen anstarrte. Ohne weitere Worte drehte er sich um, verließ den Raum und schloß die Türe. Er seufzte. Ob der Junge wohl verstand, warum es ihn so sehr erregte? Vermutlich nicht, aber er würde wenigstens lernen widerspruchslos sein Essen zu essen und nicht mehr so achtlos damit umgehen. Als Felan zurückkehrte hatten seine Gattin und die anderen Kinder bereits die Mahlzeit beendet. Doch ein weiterer Gast war in den Speisesaal getreten. Felan erkannte den Abtgeweihten von Tannenheim sofort und seufzte innerlich. Für Dinge, die auf Politik hinausliefen, empfand er heute überhaupt keinen Willen. Dennoch straffte er sich innerlich und setzte ein Lächeln auf.
"Euer Gnaden? Ich hatte heute nciht mit euch gerechnet? Ich hoffe etwas erfreuliches führt euch zu mir?"
"Leider, euer Hochgeboren, ist der Anlass eher ernster Natur."
"Nun denn, dann setzt euch doch bitte zu uns. Etwas zu essen oder trinken?", bot Felan ihm an, während erihm eine Sitzgelegenheit zur Verfügung stellte.
"Danke nein, euer Hochgeboren, aber Essen udn Trinken sind es, weswegen ich gekommen bin."
"Ahja?"
"Ja genau. Ich bin sicher ihr wisst, dass manche Menschen nach dem strengen Winter einige Probleme haben, was die Nahrungsversorgung angeht."
"Das ist nicht an mir vorübergegangen. Wie ihr seht tafeln wir selbst nicht eben üppig."
"Wenn es euch schon so trifft,", setzte Owilmar nach, ", was denkt ihr wohl wie schlimm es das einfache Volk getroffen hat? Jeden Tag, den die Zwölfe werden lassen, kommen mehr zu uns und erflehen etwas zu Essen. Doch unsere Mittel sind erschöpft, die Kammern leer und die Ernte läßt noch auf sich warten. Und dank der Umstände wird auch von dieser wohl nicht so viel bleiben, dass den armen Menschen lange geholfen werden kann."
Felan nickte und seufzte erneut innerlich. Er selbst hatte bereits einen Gutteil der zu erwartenden Ernte im vorraus verkaufen müssen um sowohl laufende Kosten als auch die zu erwartenden Steuern und Brautgeld der Kaiserin zu begleichen.
"Ich verstehe worauf ihr hinauswollt, aber wenn ihr glaubt ich könnte euch viel helfen, ohne langfristig der Bevölkerung wieder zu schaden muss ich euch enttäuschen: jeder Heller, den ich jetzt den Leuten jetzt abnehme, um euch zu unterstützen, wird ihnen doch selbst fehlen und sie selbst zu Bettlern. In Circulus daimoni, oder wie die Bosparaner das auszudrücken pflegten."
"Nun, da habt ihr natürlich nicht Unrecht. Aber euer Hochgeboren, euer Standesgenossen..ich bin sicher es gibt einige die weniger gebeutelt wurden von den Schicksalsschlägen der letzten Götterläufe und somit vielleicht etwas für die gute Sache beitragen könnten. Könntet ihr nicht vielleicht..?", fügte er vorsichtig an.
"Ihr meint ich soll in Garetien mit dem Betteltopf herumgehen?"
"So habe ich das nicht gemeint, euer Hochgeboren. Aber vielleicht möget ihr an ihre ritterliche Tugend der Mildtätigkeit erinnern, zumal wenn ihr hier eine Hungersnot und hohe Armut habt es nur eine Frage der Zeit ist, bis es in die nachbarschaftlichen Grafschaften übergeht und die Leute dort erhoffen zu erbetteln, was sie hier nicht mehr bekommen."
"Ein nicht ungewichtiges Argument, wenn ich vor der Gefahr warne bald von einem Bettelmob wie weiland in gareth konfrontiert zu werden. Hm.", überlegte er kurz.
"Nungut, ich bin bereit mich der Sache anzunehmen. ich werde in mich gehen und euch alsbald dazu etwas mitteilen lassen. genügt euch das vorerst?"
"Vollauf, euer Hochgeboren! Mehr zu erhoffen wäre mir nicht in den Sinn gekommen.", unterstrich der Abtgeweihte wie erfreut er über bereits diese Geste der Hilfe erfreut war. Derweil werde ich gleiches tun und mit meinen Brüdern des Dreischwestern-Ordens versuchen eine Zusammenkunft zu erwirken um auch von dieser Seite unser Anliegen zu forcieren."
"Tut dies. Möge wahrhaft die drei Schwestern über unserem Ansinnen ihre Hände halten: zu gut weiß ich was dem alten Wilbur Hornbrecht von Krolock widerfahren ist. Das sollte uns allen eine stetige Mahnung sein..."
== Hesindes Weg ==
=== Hesindes Weg - Kätzchen ===
Es war ein lauer Sommerabend im Rondra des Jahres 1036 nach Bosparans Fall und den Tag über schon sehr warm gewesen, so dass [[Hauptdarsteller ist::Garetien:Felan Rondrik von Schallenberg|Felan]] nun die Kühle des Abends nutzte seine Zeit mit der Familie zu verbringen. Seine Frau war schon wieder hochschwanger und er saß neben ihr und sah dabei zu, wie sie [[Nebendarsteller ist::Garetien:Rainmund Nadrian von Schallenberg|Rainmund Nadrian]] in ihrem Armen wog, der friedlich in ihrem Armen schlummerte, während ihnen zu Füßen [[Nebendarsteller ist::Garetien:Rondrik von Schallenberg|Rondrik Ulfried]] und [[Nebendarsteller ist::Garetien:Emer von Schallenberg|Emer Hesine]] herumkrabbelten. Wäre es keine Burg gewesen, in der sie sich befanden, man hätte es fast für eine Bauernidylle halten können. Und gerade dafür, dass sich [[Nebendarsteller ist::Garetien:Jalga von Streitzig|Jalga]] so persönlich um ihre Kinder kümmerte und diese nicht wie eine lästige Pflicht an Ammen und Kindermädchen abgab machte sie so anziehend für ihn. Unwillkürlich musste Felan lächeln, als er sich ausmalte kein mit Sorgen belasteter Baron zu sein, sondern das einfache Leben eines Bauern zu führen.
<br><br>
In diese friedliche Szene polterte es auf der Treppe und Felan seufzte leise, da er wieder nur das Schlimmste annahm, als er seinen Vetter und Hauptmann seiner Wache [[Nebendarsteller ist::Garetien:Perval von Schallenberg|Perval von Schallenberg]], wie stets in tadellos sauberer Rüstung eintreten sah. <br>
"Entschuldigt die Störung, Hochgeboren." <br>
"Schon gut, was gibt es denn, Perval?"<br>
"Nun, das sind zwei Kinder, in etwas jämmerlichen Zustand, wenn ich anmerken darf."<br>
"Na und? Ich habe hier derer drei!", versuchte Felan zu scherzen, doch entlockte damit Perval nur ein gequältes Lächeln und seiner Frau ein Augenverdrehen.<br>
"Nun..hrmhrm..sie meinen, sie wären Nichte und Neffe, ihrer Hochgeboren."<br>
"Neffe? Nichte? Sollte ich einen unbekannten Bruder haben?", wandte er sich ratlos an seine Frau, die nur mit den Schultern zuckte. "Perval..."<br>
"Verzeiht, ich weiß was ihr einwenden wollt und ich hätte sie als Hochstapler fortgeschickt und euch gar nicht belästigt, aber sie gaben mir diesen Ring." <br>
Perval machte einen Schritt nach vorne und legte Felan das Schmuckstück in die offen ausgestreckte Hand. Felan besah ihn näher und stellte verblüfft fest, dass es sich dabei in der Tat um ein absolut gleich aussehendes Stück Juwelierskunst handelte, dass dem Ring, den er selbst am Finger trug, ähnelte wie ein Ei dem anderen. <br>
"Großtante Salissa...", murmelte Felan, als er eine Gravur im Innenteil des Ringes entzifferte. "Perval lass die Kinder eintreten."
<br><br>
Kurz darauf betraten zwei Kinder den Raum. Jalga schnappte hörbar nach Luft, denn ihr Aufzug hatte, wenn auch von wohl ursprünglich guter Qualität, sichtbar unter diversen Anstrengungen gelitten, teils verdreckt, teils an Säumen und Aufschlägen gerissen, als hätten sie eine lange Strecke Weges zu Fuß hinter sich gebracht ohne geeignete Nachtlager oder Wechselkleidung zur Verfügung zu haben. Dennoch sprach die Haltung und ein gewisser Stolz in den Augen der Zwei Bände und ließen bereits eine Herkunft erahnen, die besseres gewohnt war.<br>
"Die Zwölfe zum Gruße und Travia zum Dank, euer Hochgeboren.", waren die ersten Worte des Mädchens, die mit fester Stimme sprach, während ihr Bruder Haltung wahrend und mit erhobenen Kinn neben ihr Stand. Dem zum Kontrast standen ihre bescheidenen und ehrerbietigen Worte gegenüber. "Ich erbitte euer Gehör und appelliere an eure Gnade, sowie ich euch um Verzeihung bitte euch in einem so unangemessen scheinenden Aufzug gegenüber zu treten."<br>
"Dir ebenso die Zwölfe zum Gruße, mein Kind. Egal was dich herführt, es soll dir hier bei Travia nichts geschehen und an nichts mangeln. Doch nun berichte mir. Du behauptest du seiest meine Nichte...?"<br>
"Mit Verlaub, euer Hochgeboren, ich behaupte dies nicht nur: ich bin die Tochter eurer Cousine 2. Grades, die selbst die Großnichte eures Großvaters war: ich bin [[Hauptdarsteller ist::Garetien:Haldana von Schallenberg|Haldana von Schallenberg]] und dies ist mein Bruder [[Hauptdarsteller ist::Garetien:Cereborn von Schallenberg|Cereborn]]. Unsere Eltern waren Travidana und Romin, geachtete Vertreter der Zunft Magie im Sinne der weisen Göttin Hesinde. Und ihr habt den Ring unserer Mutter erhalten, wie sie es uns einst sagte, dass wir es tun müssten."<br>
"Nun, ich glaube euch, denn mir scheint du bist aufrecht, Mädchen.", meinte Felan, nachdem er sich erst geräuspert hatte, da ihn die Rede Haldanas weniger verwundert als an eine nur leicht verhohlene Rüge erinnert hatte, als habe er eines der elementarsten Dinge des Adels vergessen. Zudem konnte er ein leichtes Verziehen des Mundes nicht unterdrücken, als sie erwähnte, dass ihre Eltern Magier seien. "Dennoch..darf ich fragen, was euch herführt? Wo ist eure Mutter und euer Vater? Seid ihr...in Geldnöten? Dann wisset dass wir selbst nicht viel..."<br>
"FELAN!", unterbrach ihn Jalga scharf und mit empörtem Gesichtsausdruck einer Mutter, die einfach Mitleid mit den Kindern empfand.
"Ja hrm, ich meinte ja nur..." Felan errötete etwas darüber, dass ihm als erstes nur dieser Beweggrund eingefallen war und ärgerte sich zugleich darüber zu Recht gescholten worden zu sein. Doch an diesem Moment wurde Felan auch offenbar, dass er einen wunden Punkt bei den Kindern getroffen hatte, denn die Stimme des Mädchens zitterte leicht, als sie antwortete und Tränen standen in den Augen des Jungen, der wirkte als hätte er diese schon lange zurückgehalten.<br>
"Unsere Mutter und unser Vater sind den gleichen Personen zum Opfer gefallen, die schon unseren Großvater gemordet haben: unredliche Paktierer mit Kreaturen wider die Zwölfe." Sie senkte den Kopf, so dass ihr Haare in das Gesicht fielen. "Sie hatte uns von der Familie hier berichtet und wir wussten nicht wohin wir sonst gehen sollten. Unter den Collega unserer Eltern hätte sich ihr Mörder befinden können und..." Ihre Schultern erzitterten und Tränen tropften zu Boden. Jalga sprang auf, drückte Rainmund ihrem verblüfften Ehegatten in den Arm und ging in schnellen Schritten zu den Kindern, um sich vor sie zu knien und beide in den Arm zu nehmen.<br>
"Ihr werdet hier bei uns bleiben. Wir werden uns um euch kümmern und ihr werdet hier in Sicherheit sein.", versuchte sie die Kinder zu beruhigen. Ihren Mann, der noch etwas hatte sagen wollen brachte sie mit einem Blick dazu den bereits geöffneten Mund wieder zu schließen und lediglich ergeben zu nicken, während seine Frau sich um die Kinder kümmerte.
<br><br>
=== Hesindes Weg - Cui bono ===
1.Boron 1036 BF, [[Handlungsort ist::Garetien:Burg Aldengrund|Burg Aldengrund]], [[Garetien:Freiherrlich Aldengrund|Freiherrlich Aldengrund]]
"Verbrennen! Alle miteinander, verdammtes Pack! Kam noch nie etwas Gutes von diesem Einhorn-Gesindel! Sie hat vollkommen Recht!"
Lautstark echauffierte sich der [[Hauptdarsteller ist::Garetien:Felan Rondrik von Schallenberg|Baron]] mal wieder, kurz nachdem er vom [[Geschichten:Turm auf Dame - Neugier, Anmaßung und Fahrlässigkeit|Ansinnen der Altgräfin Perricums]] erfahren hatte, die Nandus-Kirche verbieten zu wollen. "Sollen sie sich zu den Erzdämonen scheren!"
"Wenn nicht eben diese dabei ihre Hand im Spiel haben..."
"Was..?" Felan drehte sich herum. Er hatte mal wieder laut vor sich hin monologisiert, während er am brennenden Kamin stehend in seinem Arbeitszimmer auf der Burg den Bericht gelesen hatte und nicht bemerkt, dass seine junge Nichte [[Hauptdarsteller ist::Garetien:Haldana von Schallenberg|Haldana]] den Raum betreten hatte. "Was soll das heißen?", vervollständigte er die Frage mit einem Stirnrunzeln. Seine Nichte hatte eine Ausbildung in der Magie erhalten, womit er seit jeher wenig anfangen konnte. Zudem noch im horasischen Reich, was schon per se dafür bekannt war ein Hort von Verrätern und Personen mit merkwürdigen Ideen zu sein. Nicht ohne Grund kamen auch viele Nandus-Geweihte aus dieser Region Aventuriens. Hatte sie etwa auch dort umstürzlerische Ideen gelehrt bekommen?
"Nun, das was ich sagte, hochgeborener Herr Onkel. Dass ich nicht glaube, ernsthaft der Nandus-Kirche eine Schuld zugesprochen werden kann."
"Aha, und warum nicht? Schließlich sind es Vertreter dieser Kirche, die zu Aufruhr wider die ZWÖLFgöttliche Ordnung aufrufen und die ketzerischen Ideen eines Yesatan von Eslamsgrund...", Felan spuckte ins Feuer bei Nennung dieses Namens,"...beim Volk verbreiten."
"Das ist de facto korrekt, nur ich frage cui bono?", gab das einen halben Schritt kleinere Mädchen zurück.
"Cui..was?"
"Cui bono..Bosparano für 'Wem nützt es.'"
"Das ist doch offensichtlich: das Volk will sich der Ordnung entheben, wie eh und je um den Adel zu knechten, lässt sich dabei von daimonokratischen Ideen verführen, um hernach einige Dukaten mehr im Geldbeutel zu behalten! Gerade diese verfluchten städtischen Pfeffersäcke ist doch ihr Seelenheil egal, wenn nur mehr in der Börse klingt!"
"Das mag ad primo so erscheinen, aber wenn man ad secundo die Frage vertieft, was die Folgen sind ergibt sich eine andere Antwort."
"Und du meinst..", versucht Felan verwirrt dem Gedankengang zu folgen.
"Ja, euer Hochgeboren: allein denjenigen nutzt es, die ein Interesse daran haben Garetiens Stärken in seine Schwächen zu wandeln: die seit altersher guten Beziehung zwischen den Ständen von Land und Stadt mit dem Adel, der sie schirmt und schützt und auch seinen Sorgen Rechnung trägt. Doch wenn dieses Verhältnis nachhaltig gestört würde, ja sogar das einfache Volk den Adel verjagen würde, was würde geschehen..?"
Felan fühlte sich ein wenig an die Praios-Schule seiner Jugend erinnert und suchte nach einer Antwort.
"Wir, ich meine der edle Stand, könnten das Volk nicht mehr beschützen?"
"So ist es. Und wer hat ein Interesse daran das Volk wehrlos vorzufinden, mit den Göttern und Halbgöttern entzweit?"
Felan dämmerte es langsam. "Die Dämonenanhänger...ah ich verstehe. Du meinst es könnte irgendwie mit dem Erzverräter Haffax zusammenhängen?"
"Wenn nicht direkt mit ihm so sollte er sich zumindest insgeheim die Hände reiben. Jeder Bauer der jetzt erschlagen wird, jeder Ritter der aus Furcht nur noch Ruinen vorzufinden zurückbleibt, wenn er sein Heim zur Schlacht verlassen sollte, jeder Tort, der einem Kaufmann angetan wird weil man glaubt jetzt sei der Zeitpunkt zur Abrechnung gekommen, ist eine Stärkung der Kräfte des von den Göttern verdammten und eine Schwächung unserer."
"Du meinst also...?", regte er sie an ihren Gedanken fortzuführen.
"Ja, dass wir uns eher auf das Wort einer [[Briefspieltext mit::Garetien:Esmeria Darando della Tenna|Esmeria Darando della Tenna]] und [[Geschichten:Das_Einhorn_in_Eslamsgrund_-_Fels_in_der_Brandung|ihrem Aufruf]] zuwenden sollten, als die Kirche zu vertreiben und damit noch mehr Zorn beim ungebildeten Volk hervorzurufen, dass nicht versteht, warum es getan wird. Wenn sich eine Geweihte ihrer Position so eindeutig wider die Aufrührer stellt dann sollte klar sein, dass die Kirche als solches nicht hinter dieser Ketzerei steht. Es hat schon immer Abweichler gegeben. Manche brachten gute neue Ideen, aber viele mussten auch auf den rechten Pfad zurückgeführt werden."
"Hmhm, ich kann dir nicht völlig widersprechen. Nur dennoch dürfte klar sein, dass wir nicht ungesehen an diesen Ereignissen und den Worten, die gesagt wurden und die das Volk vergiftet haben, vorbeigehen können."
"Auch dem stimme ich zu, doch ein Verbot halte ich für ungeeignet, ja sogar hielte ich es nur für neuen Nährboden, der Märtyrer schafft und nur noch mehr den Widerstand anregt.", erwiderte sie nickend.
"Ich verstehe...", sinnierend musterte Felan das Mädchen, dass die Enkelin seiner rebellischen Großtante Salissa war, die ihn mit großen grünen Augen anblickte, in ihrem grünen Kleid, den sittsam gefalteten Händen, und dem langem, hinter dem Kopf zu einem Zopf gebundenen Haar. Dieses Mädchen hatte ihn gerade auf eine Art und Weise belehrt, wie er es sich kaum von einer Geweihten angehört hätte, ohne trotzigen Widerspruch zu leisten. Doch etwas in ihrer Art ließ ihn innehalten und den Worten nachdenklich lauschen.
"Nun, ich denke du hast mich überzeugt und ich schließe mich deiner Meinung an. Die Nandus-Kirche muss gewarnt werden und unter Beobachtung gestellt werden, aber ein Verbot werde ich nicht unterstützen."
Ein Lächeln huschte über das Gesicht Haldanas und ließ ihre Augen strahlen.
==Blutige Tatzen==
===Luchsaffaere===
'''[[Garetien:Stadt Kaiserhain|Stadt Kaiserhain]], Stadtanwesen der Barone von Puleth, 3.Efferd 10XX'''




Der Mann trat leise durch die Tür in den Raum und beobachtete im Türrahmen verharrend den Baron an seinem Schreibtisch. Die Feder in der Hand des Barons kratzte über das teure Pergament, sich leicht auf die hervorgereckte Zunge beißend wie ein junger Praiosschüler, und verunzierte es mit wilder Tintenschmiererei in dem Bemühen seine Gedankengänge zu Papier zu bringen. Seine Hochgeboren schrieb ein Buch über seine Reise in die Lande der Ungläubigen im Süden. Es war sehr deutlich zu erkennen, dass der Schreiber mit der Feder auf dem Kriegsfuß stand. Der Mann im Türrahmen räusperte sich.
= Hesindes Weg =


"Euer Hochgeboren?"
== Hesindes Weg - Spiegelbilder ==


[[Garetien:Felan Rondrik von Schallenberg|Felan]] hob den Kopf. Er hatte nicht gemerkt, wie sein Vogt den Raum betreten hatte. "Ja, [[Garetien:Retobrecht Ferlinger|Retobrecht]]?"
10.Tsa 1043 BF, [[Handlungsort ist::Garetien:Stadt Kaiserhain|Stadt Kaiserhain]], [[Garetien:Freiherrlich Aldengrund|Freiherrlich Aldengrund]]


"Hochgeboren, da ist ein Mann...", sagte dieser und deutete eine verbeugung an, in der er sich unterbrach.
Die Wärme floh früh dieses Jahr. Kleine Teiche und Rinnsale bildeten sich in den Wagenspuren auf der schlammigen Straße. Jedenfalls fand das Ruhmbart Gumping, als er seinen Ochsenkarren durch die Nebenstraße der Stadt führte. Aber ihm war das nur recht. Ein Segen der Herrin Tsa und ihrer Schwester Peraine, je früher man beginnen könnte sich um die Felder zu kümmern, gerade na dem furchtbarem letzten Jahr, dachte der Bauer missgemut und kratzte sich an seiner Nase, der man an ihrer rosigen und geäderten Knolligkeit ansehen konnte, dass er gerne mal den einen oder anderen Becher Gebrannten zu sich nahm. Sein Hof und seine Familie waren zwar weitgehend verschont geblieben, aber noch immer marodierten Truppen durchs Land. Und er hatte keine größere Lust darauf diesen jetzt zu begegnen. Lieber frönte er dem Klatsch und war deswegen beliebt unter seinen Nachbarn auf dem Land, da er stets die neuesten Geschichten zu erzählen wusste, nachdem er aus der Stadt wieder heim kehrte.


"Soso, ein Mann.,", meinte Felan mit hochgezogener linker Augenbraue. "Retobrecht, du stammelst doch sonst nicht so herum."
Es war zwar immer noch kühl und der eine oder andere Schneefall nicht ausgeschlossen, als die Dunkelheit sich über die Stadt senkte. Erste Sterne spiegelten sich in den vielen Pfützen auf der Straße, als wolle auch der Herr Phex seine Absichten in der Stadt Material zur Ausbesserung der großen Scheune zu erwerben mit seinem Licht segnen. Die Aussicht bald bei seiner lieben Base einkehren zu können und hoffentlich einen Krug warmen Apfelweins kredenzt zu bekommen ließ ihn in Vorfreude summen.


"Nun, es ist etwas delikat fürchte ich, Herr Baron."
So bemerkte er nicht, wie sich ein Schatten lautlos von einem niedrigen Dach auf seinen leeren Karren fallen ließ und langsam nach vorne kroch. Nicht einmal das Messer blitzte auf, als es gezogen wurde, da die Klinge mit Ruß geschwärzt war. Ruhmbart riß erschrocken die Augen auf, als sich die Hand auf seinen Mund legte und er die Klinge an seiner Kehle spürte. Nicht einen Ton brachte er heraus.


"Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen, Retobrecht. Ich habe ja das Gefühl du wolltest mir mitteilen meine Mutter hätte eine unschickliche Affäre."
"Einen Hilferuf, und du bist tot.", versprach die Stimme des Angreifers, die rau und kalt an Ruhmbarts Ohr drang. "Nicke, wenn du das verstanden hast." Eilig kam der Bauer der Aufforderung nach, doch vorsichtig um sich nicht aus Versehen den Hals selbst aufzuschlitzen. "Gut. Es heißt du bist gut informiert darüber was in diesem Ort so passiert. Beantworte mir meine Fragen und ich verschwinde wieder." Erneut nickte Ruhmbart, dem der kalte Schweiß ausgebrochen war. "Ist der Baron derzeit in der Stadt." "Ja, ihr erkennt es daran, dass das Banner an seinem Stadthaus weht.", eilte sich Ruhmbart zu antworten. "Sind vor längerer Zeit zwei Kinder in den Haushalt des Barons eingezogen?" "Äh, was meint ihr mit vor einiger Zeit, Herr?" "Vor mehreren Götterläufen, ich schätze fünf bis sieben sollten es sein. Sie heißen Haldana und Cereborn." "Ja Herr, ein Junge und ein Mädchen. Kamen wohl von weither. Sollen einem weit entfernten Familienzweig angehören." "Wohnen sie hier in der Stadt?" Der Bauer schüttelte den Kopf, da er nicht wusste was er sonst dazu sagen sollte. "Wo sind sie dann?" "Gareth, Magierakademie", brachte der furchtsame Mann hervor. "Sieht man sie hier häufiger?" "Ab und zu. Ich meine ich sehe sie selbst nicht oft, aber ich hörte, dass sie häufiger mal auf dem Markt zu sehen sind, wo sie besonders Fernhändler besuchen, die nicht direkt durch Gareth ziehen, wegen der hohen Stadtzölle und ohnehin ihre Waren weiter in den Norden bringen wollen. Also wenn sie aus der Kaiserstadt zu Besuch beim Baron sind. Vor allem an hohen Festtagen.", eilte er sich schnell zu sagen. Er geriet ins Plappern. Die sich fest an seinen Hals sschmiegende Messerschneide mochte der Grund dafür sein. Ein Bluttropfen rann ihm in den Kragen und vermischte sich mit Angstschweiß. "Fernhändler? Was für welche." "Naja, wie den einen da aus dem Liebfeld'schen, der immer herkommt um aus dem Norden seltene Kräuter zu holen und dafür seine Stoffe hier und dorten verkauft..naja, was er noch nicht in Gareth loswird aber was für diese Bojaren noch gut genug ist und..." "Wie ist der Name?" "Ich ..äh, ich glaube er nennt sich selbst Arvesio das Tago, oder so." "Avessio d'Astego?" "Ja, genau! Aber er ist derzeit nicht in der Stadt. Und.." "Danke, das war alles was ich wissen wollte." Ohne weiteres Zögern stieß das Messer zu, während Ruhmbart der Mund mit einem Stoffknäuel verstopft wurde. Kaum hörbar gurgelnd versucht sich Ruhmbart noch loszureißen, doch hatte er keine Möglichkeit sich des geübten Griffs seines Mörders zu erwehren. Nur einen Augenblick später starrten seine gebrochenen Augen in den sternenklaren Nachthimmel, während sich der Schatten mit leichten Schritten entfernte und nur einen Augenblick später verschwunden war.


"Euer Hochgeboren! Niemals...!", fuhr Retobrecht Ferlinger schockiert und errötend auf. Doch Felan winkte ab. "Ein Scherz, nur ein Scherz...ach herrje ich fürchte die Zeit im Süden hat meine Manieren abschleifen lassen. Also was ist nun mit dem Mann?"
=Blutige Tatzen=


"Äh..nunja...", druckste der Mann herum."Er sagt er sei der Sohn von eurem Onkel."
==Luchsjagd==


"Onkel Ulfried?", rief Felan entgeistert aus und warf die Schreibfeder auf den Tisch. "Also das hätte ich dem nun wirklich nicht zugetraut."
'''[[Garetien:Stadt Kaiserhain|Stadt Kaiserhain]], 4.Rahja 1043'''


==Pulether Ritter==
=Pulether Ritter=
*Felan Rondrik von Schallenberg
*Felan Rondrik von Schallenberg
*Wulfger von Schallenberg
*Wulfger von Schallenberg

Aktuelle Version vom 17. März 2021, 18:14 Uhr

BLutiges Jahr 1043 BF in Aldenried

Efferd/Travia: Reichsforster Feldzug 'durch den Wald' ins nördliche Hartsteen. Ganz Aldenried besetzt (ohne Beteiligung der Waldsteiner)

Boron: Das nördliche Hartsteen, auch Aldenried, bleibt von Reichsforster Truppen besetzt

Hesinde: Waldstein steigt in die Fehde ein und lässt Truppen an der Grenze aufmarschieren. Reichsforster Truppen ziehen sich aus Aldenried zurück

Tsa: Waldsteiner überfallen das nördliche Hartsteen und besetzt den Süden von Aldenried => Zweite Schlacht vor Bärenau

Anfang Phex: Hartsteen schlägt die Waldsteiner Ritter in der 'Schlacht an der Pulsa' und kann sie bis zum Kloster Tannenheim zurückdrängen

Ende Phex: Hartsteener und Waldsteiner Verbände belauern sich => keine Waldsteiner Truppen mehr in Aldenried.

Anfang Peraine: Im 'Hartweiler Untergang' bei Tannau kommt es zum Gefecht zwischen Hartsteener und Waldsteiner Ritter


Familienplanung

nach Bärenauer Vorbild:

  • Rondrik Ulfried (*1033 BF)
  • Emer Hesine (*1034 BF)
  • Rainmund Nadrian (*1035 BF)
  • Tsatalia Jalga (*1036 BF)
  • Phexiane Ardare (*1037 BF)
  • Halwin Praiodan (*1039 BF, Efferd)
  • Perainia Alrike (*1042 BF, Praios)
  • Geron Angward (*1044 BF, Ingerimm)

für Leuward & Perala von Schallenberg:

  • Leomar *1044
  • Perainhild *1045
  • Debrek *1047

Rondras Weg

Verbindung zum mystischen unter Burg Sturmwacht schaffen.


Hesindes Weg

Hesindes Weg - Spiegelbilder

10.Tsa 1043 BF, Stadt Kaiserhain, Freiherrlich Aldengrund

Die Wärme floh früh dieses Jahr. Kleine Teiche und Rinnsale bildeten sich in den Wagenspuren auf der schlammigen Straße. Jedenfalls fand das Ruhmbart Gumping, als er seinen Ochsenkarren durch die Nebenstraße der Stadt führte. Aber ihm war das nur recht. Ein Segen der Herrin Tsa und ihrer Schwester Peraine, je früher man beginnen könnte sich um die Felder zu kümmern, gerade na dem furchtbarem letzten Jahr, dachte der Bauer missgemut und kratzte sich an seiner Nase, der man an ihrer rosigen und geäderten Knolligkeit ansehen konnte, dass er gerne mal den einen oder anderen Becher Gebrannten zu sich nahm. Sein Hof und seine Familie waren zwar weitgehend verschont geblieben, aber noch immer marodierten Truppen durchs Land. Und er hatte keine größere Lust darauf diesen jetzt zu begegnen. Lieber frönte er dem Klatsch und war deswegen beliebt unter seinen Nachbarn auf dem Land, da er stets die neuesten Geschichten zu erzählen wusste, nachdem er aus der Stadt wieder heim kehrte.

Es war zwar immer noch kühl und der eine oder andere Schneefall nicht ausgeschlossen, als die Dunkelheit sich über die Stadt senkte. Erste Sterne spiegelten sich in den vielen Pfützen auf der Straße, als wolle auch der Herr Phex seine Absichten in der Stadt Material zur Ausbesserung der großen Scheune zu erwerben mit seinem Licht segnen. Die Aussicht bald bei seiner lieben Base einkehren zu können und hoffentlich einen Krug warmen Apfelweins kredenzt zu bekommen ließ ihn in Vorfreude summen.

So bemerkte er nicht, wie sich ein Schatten lautlos von einem niedrigen Dach auf seinen leeren Karren fallen ließ und langsam nach vorne kroch. Nicht einmal das Messer blitzte auf, als es gezogen wurde, da die Klinge mit Ruß geschwärzt war. Ruhmbart riß erschrocken die Augen auf, als sich die Hand auf seinen Mund legte und er die Klinge an seiner Kehle spürte. Nicht einen Ton brachte er heraus.

"Einen Hilferuf, und du bist tot.", versprach die Stimme des Angreifers, die rau und kalt an Ruhmbarts Ohr drang. "Nicke, wenn du das verstanden hast." Eilig kam der Bauer der Aufforderung nach, doch vorsichtig um sich nicht aus Versehen den Hals selbst aufzuschlitzen. "Gut. Es heißt du bist gut informiert darüber was in diesem Ort so passiert. Beantworte mir meine Fragen und ich verschwinde wieder." Erneut nickte Ruhmbart, dem der kalte Schweiß ausgebrochen war. "Ist der Baron derzeit in der Stadt." "Ja, ihr erkennt es daran, dass das Banner an seinem Stadthaus weht.", eilte sich Ruhmbart zu antworten. "Sind vor längerer Zeit zwei Kinder in den Haushalt des Barons eingezogen?" "Äh, was meint ihr mit vor einiger Zeit, Herr?" "Vor mehreren Götterläufen, ich schätze fünf bis sieben sollten es sein. Sie heißen Haldana und Cereborn." "Ja Herr, ein Junge und ein Mädchen. Kamen wohl von weither. Sollen einem weit entfernten Familienzweig angehören." "Wohnen sie hier in der Stadt?" Der Bauer schüttelte den Kopf, da er nicht wusste was er sonst dazu sagen sollte. "Wo sind sie dann?" "Gareth, Magierakademie", brachte der furchtsame Mann hervor. "Sieht man sie hier häufiger?" "Ab und zu. Ich meine ich sehe sie selbst nicht oft, aber ich hörte, dass sie häufiger mal auf dem Markt zu sehen sind, wo sie besonders Fernhändler besuchen, die nicht direkt durch Gareth ziehen, wegen der hohen Stadtzölle und ohnehin ihre Waren weiter in den Norden bringen wollen. Also wenn sie aus der Kaiserstadt zu Besuch beim Baron sind. Vor allem an hohen Festtagen.", eilte er sich schnell zu sagen. Er geriet ins Plappern. Die sich fest an seinen Hals sschmiegende Messerschneide mochte der Grund dafür sein. Ein Bluttropfen rann ihm in den Kragen und vermischte sich mit Angstschweiß. "Fernhändler? Was für welche." "Naja, wie den einen da aus dem Liebfeld'schen, der immer herkommt um aus dem Norden seltene Kräuter zu holen und dafür seine Stoffe hier und dorten verkauft..naja, was er noch nicht in Gareth loswird aber was für diese Bojaren noch gut genug ist und..." "Wie ist der Name?" "Ich ..äh, ich glaube er nennt sich selbst Arvesio das Tago, oder so." "Avessio d'Astego?" "Ja, genau! Aber er ist derzeit nicht in der Stadt. Und.." "Danke, das war alles was ich wissen wollte." Ohne weiteres Zögern stieß das Messer zu, während Ruhmbart der Mund mit einem Stoffknäuel verstopft wurde. Kaum hörbar gurgelnd versucht sich Ruhmbart noch loszureißen, doch hatte er keine Möglichkeit sich des geübten Griffs seines Mörders zu erwehren. Nur einen Augenblick später starrten seine gebrochenen Augen in den sternenklaren Nachthimmel, während sich der Schatten mit leichten Schritten entfernte und nur einen Augenblick später verschwunden war.

Blutige Tatzen

Luchsjagd

Stadt Kaiserhain, 4.Rahja 1043

Pulether Ritter

  • Felan Rondrik von Schallenberg
  • Wulfger von Schallenberg
  • Efferdane von Wulfensteyr
  • (Bocksbert von Stolzenfurt)
  • Haldan von Stolzenfurt
  • Malvina Cella von Schroeckh
  • Perainalf von Schroeckh-Wulfensteyr
  • Horwart von Schroeckh
  • Toban von Schroeckh
  • Perala von Schroeckh
  • Ludowald von Schroeckh
  • Voltan von Kallerberg
  • Herbald von Wertesteg
  • Howarth von Wertesteg
  • Herbald der Jüngere von Wertesteg
  • Alissa von Schallenberg
  • Perval von Schallenberg
  • Ulfwin von Schallenberg-Zoltheim
  • Trondumir von Schallenberg
  • Alwene von Schallenberg
  • Lechdan von Quintian-Quandt