Benutzer:VolkoV/Briefspiel

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Version vom 13. September 2010, 11:56 Uhr von Treumunde (D | B)
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Am Sandkasten - Bunsenhold

Sie hob einen Ritter in darpatischen Farben auf und bewegte ihn neben eine Figur in einem maraskanischen Harnisch. "Das wäre mir am liebsten - und auch am Wahrscheinlichsten. Wir müssen ihn nur in Darpatien loseisen."

Feldlager in der Wildermark

Dramatis Personae

Bunsenhold von Ochs, Hauptmann der Reichsarmee

Der hochaufgeschossene und durchaus massige Offizier mit einem von grauen Strähnen durchzogenen wehrheimer Bürstenhaarschnitt genoss einen seiner äußerst wenigen ruhigen Momente bei einer gepflegten Pfeife und einem guten Krug Ferdoker.

Endlich gönnte ihm der Feind einen Augenblick der Rast, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis dieser wieder vorbei war und der Marschall nach ihm verlangte. Die ständige Unruhe war keine Last, er war durch und durch ein kaiserlicher Offizier und stets zu Diensten wenn er gerufen wurde.

Aus seiner Depeschentasche zog er einen Brief, den er, so zerknittert dieser aussah schon des Öfteren überflogen hatte. „Nein, und nochmal nein, das ist wirklich keine gute Idee.“

Er lehrte seinen Krug Bier, um diesen sogleich wieder zu füllen. „Dieser Posten ist nicht meins! Sicher es sollte eine Ehre sein, dennoch ich bin kein Diplomat. Ich bin ein Mann der Tat.“, er schüttelte seinen Kopf, während er in Selbstgesprächen verfiel.

„Gut, sollte es der Wunsch der Königin sein, werde ich dem Folge leisten. Aber ich bin keine Marionette im Spiel der Intrigen. Mein Platz ist in der Armee und meine Aufgabe noch längst nicht erfüllt. Wir stehen vor Umwälzungen…“

Er nahm ein Blatt Pergament und einen Griffel zur Hand. Nachdem er seine Antwort zu Papier gebracht hatte, faltete und siegelte er die Botschaft und ließ einen Boten rufen. „Bringt dieses nach Garetien zur Burg Mardershöh. Meine Antwort wird dort schon erwartet.“

Bunsenhold von Ochs ließ sich in den Sessel sinken und genoss den Geschmack seines exzellenten Pfeifentabaks… solange ihm der Moment der Ruhe noch blieb.

Am Sandkasten - Alrik

Sie schmiss die rotweiße Figur lautfluchend gegen die Wand. Wie konnte der 13te es bloß wagen sich seinem Erbe nicht zu stellen. Sie konnte es nicht mehr ändern, denn nun war diese unsägliche Hochzeit nicht mehr zu rückgängig zu machen und auch für Anaxios musste eine andere Partie gefunden werden. Noch einmal sortierte sie die Figuren im Sandkasten, doch ihr rasselnder Husten ließ sie nicht mehr richtig denken. Sie würde erst einmal schlafen und sich erholen, um die weiteren Geschicke später in Ruhe zu planen.

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Phex 1033 BF, Festung Sturmfels, Baronie Sturmfels

Dramatis Personae

Korhilda von Sturmfels, Baronin von Sturmfels

Leobrecht von Ochs, Reichsvogt auf der Efferdsträne

Korhilda war erschöpft von dem Abstieg der Sturmspitze und fast noch viel mehr von der Tatsache, dass sie bei der Feier im Mittelpunkt stand. Denn dieses Interesse an ihrer Person war ihr zu wider, stets stand sie doch im Schatten ihres Geliebten und genoss es als Adjutantin die Zuarbeit zu leisten.

Mit Blick über ihr neues Zuhause weilte sie in den Armen ihres Mannes Leobrecht von Ochs. Auf der einen Seite waren sie froh, dass sie nun rechtlich niemand mehr trennen würde. Doch die Wehmut versprühte einen faden Beigeschmack. Auch wenn ihre Ehe nun rechtens war und sie für den Rest ihrer Tage Mann und Frau sein würden, würden sie sich nur noch selten im Götterlauf zu Gesicht zu bekommen.

Leobrecht küsste sanft ihr Haar. „Sechs Jahre Korhilda, was sind schon sechs Jahre. Wir sind seit über zwanzig Götterläufen ein Paar, das werden wir auch schon überstehen.“

Korhilda drehte sich zu ihm, streichelte besinnlich über seinen Bart während eine Träne über ihre Wange lief. „Es ist irgendwie ungerecht. Wir sind seit einer Ewigkeit zusammen, ohne dass wir einen Traviabund schließen durften. Jetzt bin ich standesgemäß und unsere Heirat rechtens und ich werde von Dir getrennt.“

Auch Leobrechts Augen füllten sich mit Tränenflüssigkeit, doch er wollte stark sein und unterdrückte ein Weinen. „Wir wussten, dass dieses passieren konnte, wir haben es sogar gehofft. Es war unser einziger Weg. Denn andernfalls hätte ich mich wahrscheinlich in die Arme eine anderen Frau begeben müssen und dieses hätte mich zerbrochen.“

Korhildas Lippen berührten sanft die seinen, als sie ihr Liebesbekunden rasch unterbrach. „Alecha, bitte nimm unsere kleine Tochter mit, sie soll nicht in einer solch unwirklichen, grausamen Welt aufwachsen. Bei Dir auf den Efferdstränen geht es ihr besser.“

Leobrecht schloss seine Augen, denn er konnte seine Tränen nicht mehr unterdrücken. „Nein, sie wird bei Dir bleiben. Sie wird Dir ein Sonnenschein sein und Dich in schweren Zeiten stützen. In dieser harten Wildnis brauchst Du Sanftmut und Liebenswürdigkeit an Deiner Seite. Unsere Tochter wird Dir eine große Stütze sein, auch wenn sie erst zwei Götterläufe alt ist. Aber ihre Unschuld und Güte wird Dir Kraft geben.“

Korhilda nickte schluchzend. „Wann werden wir uns wieder sehen? Wann?“

Der Reichsvogt lächelte gequält. „Erst mal bin ich noch hier. Wenn auch nicht lange, denn die Kaiserin wartet auf meine Berichte. Ich werde auf dem Reichskongress in Perricum zugegen sein, an dem Du als neue Baronin zu Sturmfels sicher auch gerne gesehen wirst.“

Während er sie zu küssen begann folgte ihre Antwort. „Ich werde da sein.“

Hingebungsvoll, als wäre es die letzte gemeinsame Zeit die ihnen verbliebt, huldigten sie der Herrn der Liebe, denn diese würd sie immer und für alle Ewigkeit verbinden.


Am Sandkasten - Helmine

Ihre Hand donnerte in den Sand und beförderte alle Figuren durch die Luft. Wie konnte dieser Magus es wagen.

Dramatis Personae

Leobrecht von Ochs, Reichsvogt auf der Efferdsträne

Giselda von Ochs, Kronvögtin auf der Mardershöh

Helmine von Hartwalden-Hartsteen, ehemalige Vögtin der Viehwiesen

Anaxios Illosos von Ochs, Baron auf der Viehwiesen

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Brief des Reichsvogtes Leobrecht von Ochs an seine Schwester Giselda von Ochs.

Meine liebe Schwester,

betrübt erreichte mich die Nachricht der Absetzung Helmine von Hartwalden-Harsteens durch unseren Neffen Anaxios.

Genaue Hintergründe und Details, die seine Entscheidung begründen, liegen mir nicht vor und entziehen sich meiner Kenntnis.

Ich bedaure das Vorgehen, welches die stets treue Helmine sicherlich nicht verdient hat. Dennoch bin ich sicher, dass Anaxios tiefgreifende Gründe hatte diesen Schritt zu vollziehen.

Durch meinen Verlust Korhildas, die mir stets eine Stütze, sowie treue und hervorrangende Verwalterin war, biete ich mich an Helmine eine Anstellung auf der Efferdsträne anzubieten.

Die Fülle meiner verwalterischen Angelegenheiten benötigen eine korrekte und erfahrene Person, die sich diesen widmet. Vor allem, da ich diplomatisch stets eingebunden bin.

Hochachtungsvoll,

Leobrecht von Ochs Reichsvogt auf der Efferdsträne