Benutzer:Jan/Briefspiel
Raulsfeld:
(nich chronologisch)
- Schaffung der neuen Herrschaft Praiograd sowie einer Herrschaft um Schenkenberg (???)
- Wiederaufbau und Restaurierung der Burgruine ... zwischen Rauls- und Heiterfeld durch beide Parteien
Workshop-WE:
0. Protokoll vom WK 2018 durchschauen?
1. Perrinlande-Text
2. Einführung in Mystik-Plot
3. Ideen zum Politplot etwas ausarbeiten
4. Fridega und die Kaiserin-Texte / Fridega/Sebarin
5. Evtl. Zordan-Texte (Stand 1042/43 BF)
...
TO DO:
- Neuer Stand Weißbarun und Rash Lamashu, Arishia
- Denderan und Caldarios
- Haselhain aktualisieren
- Sturmfels
Tote:
- Mishan von Waraqis (Reichsstadt (Eorcaidos-Geheimnis - Im Zusammenhang mit Wulfhelm von Strumfels?)
- Garetha von Turatal (Raulsfeld - noch ne kleine Geschichte)
- Joanin Cantaray von Narmoggyn (Gorbingen/Untergadang - verschwindet mit der ganzen Familie)
- Sheila von Rotfurt (Rashia'Hal - friedlich mit ihrem Gatten Aurelian von Alxertis im Bett)
- Hermine von Klingweiler (Hof Bergthann - Bernd?)
- Aurelian von Alxertis (Rashia'Hal - friedlich mit seiner Gattin Sheila von Rotfurt im Bett)
- Vaia von Hengisford (DD, Burg Kleinleustein - im Alter endlich, traurig und verbittert, von Rondra abberufen, oder doch von jemand anders?)
- Turhan von Turatal (Ebengard - durch Irian II.) - eingeplant.
- Yorinna von Zillingen (Vögtin von Gerbental - Fridega setzt dort neue Verbündete) - eingeplant.
- Rondralied von Sturmfels - https://www.garetien.de/index.php?title=Perricum:Rondralied_von_Sturmfels
- Rudemar von Sturmfels - https://www.garetien.de/index.php?title=Perricum:Rudemar_von_Sturmfels
Märchen und Geschichten über den Tod, die niemals erzählt werden
Ritterherrschaft Frühlingshügel, Ende Boron 1046 BF
Im dämmrigen Licht des Schreibzimmers saß Ifrima von Grenadian, die Finger um den Federkiel verkrampft. Die Flammen der Kerzen warfen zitternde Schatten an die grob behauenen Steinwände. Sie hatte den Gedanken, der ihr die Brust wie ein kalter Dolch durchbohrte, lange fortzuwischen versucht, doch nun drängte er sich auf wie ein ungebetener Gast.
Seit Tagen heimgesucht von dieser bedrückenden Vorahnung, saß Ifrima nun da, das Pergament vor ihr noch leer. Die Eingebungen waren ihr nicht fremd – Bilder, die wie Blitze durch ihren Geist zuckten, Botschaften, die manchmal klar, manchmal wirr waren. Doch diese war anders. Sie war ein Sturm, der kein Entrinnen erlaubte.
Ein kühler Windhauch kroch durch das halboffene Fenster, ließ die Flamme der Kerze flackern. Ifrima griff nach einer kleinen Phiole mit Kräutern durchsetzten Wein, nahm einen Schluck und zwang sich, den Federkiel auf das Pergament zu setzen. Ihr Herz schlug schwer, sie wusste, dass Mira, ihre Tochter, ohne diese entscheidende Notiz Frühlingshügel vermutlich verlieren würde, da sie sich zuletzt der Baronin zu sehr anvertraut hatte, zum Ärger ihrer Lehnsherrin.
„Mira,“ murmelte sie leise und begann zu schreiben. Ihre Schrift war fester, als es sich anfühlte. Sie wusste, dass die Zukunft ihrer Familie auf dieser Nachricht ruhte. Doch während sie schrieb, drängte sich ein neues Bild in ihren Geist – eines, das sie lange für sich behalten hatte, dass aber ihrer Tochter ein Pfand wäre.
Ein Baum. Dunkelrot wie geronnenes Blut, seine Wurzeln tief in zerklüfteten Stein- und Erdboden gegraben. Und eine Gestalt … nein, zwei Gestalten. Eine lag reglos im Schatten, die andere kniete. Ein Laut, halb Schrei, halb Wehklagen, hallte in ihren Gedanken wider. Dann folgte die Stille.
Ifrima schnappte nach Luft. Ihr Federkiel kratzte über das Pergament, ein ungewollter Strich zerstörte die Zeilen beinahe. Die Eingebung war so stark, dass sie ihren ganzen Körper durchfuhr, wie ein Blitz, der einen Baum zerschmettert. Sie sah die Steineiche vor sich, wie in jener Nacht vor etlichen Jahren. Die rote Steineiche. Und ihre damalige Lehensherrin, jung und verzweifelt, mit blutigen Händen. Ifrima hatte damals alles riskiert, um die junge Frau vor neugierigen Fragen oder Schande zu bewahren. Eine Schuld, die nie beglichen worden war, weil Ifirma es nicht für nötig gehalten hatte.
Die Ritterin, mit dem Äußeren, vor dem sich nicht wenige fürchteten, stand auf, ihr Atem flach und gehetzt. Sie griff sich ans Herz, das nun wie ein Trommelschlag in ihrer Brust hämmerte. „Die Nacht der roten Steineiche,“ flüsterte sie heiser und sank schwer auf den Stuhl zurück. Ihr Blick fiel auf die kurzen Zeilen. Mit zitternden Fingern setzte sie erneut an, der Federkiel zögerte einen Moment, bevor er über das Papier glitt.
„Mira,“ schrieb sie, „sprich von der Nacht der roten Steineiche. Sie werden wissen, was es bedeutet. So wird Frühlingshügel unser bleiben.“
Ihre Hand ließ die Feder sinken. Die Worte standen, ab von der verzerrten Linie, fest und klar auf dem Pergament, doch ihre eigene Klarheit schwand. Die Bilder flackerten erneut auf, diesmal begleitet von einer Kälte, die ihr den Atem nahm. Sie versuchte, sich zu erheben, wollte die Notiz in eine kleine Metallkassette legen, doch ihre Beine versagten. Der Stuhl kippte rückwärts, und Ifrima stürzte zu Boden.
Als die Dienerin sie fand, lag sie mit leerem Blick da, das Pergament fest in der Hand.
Ifrimas Tochter Mira stand aufgelöst im Schreibzimmer, die Notiz nun zwischen den Fingern. Ihre Mutter war tot, und die Zukunft des Ritterguts schien wie ein Kartenhaus vor dem Einsturz. Die Nachricht war kurz, doch sie war ein heller Schimmer in der Ungewissheit - zumindest hoffte sie das.
„Die Nacht der roten Steineiche…“, murmelte sie. Es war eine Geschichte, die ihre Mutter nie erzählt hatte, ein Geheimnis, das Mira nun ergründen musste. Sie hoffte, dass die Ruchins es recht deuten würden, und sie auf dem Gut ihrer Familie herrschen würde.
Mit der Notiz in der Hand und einem Klopfen im Herzen trat Mira aus dem Schreibzimmer.
Und tatsächlich verfehlten die Worte "Nacht der roten Steineiche" ihre Wirkung nicht, Dana von Ruchin ernannte Mira zur Nachfolgerin ihrer Mutter auf Frühlingshügel, sprach aber auch davon, dass eine alte Schuld nun beglichen sei, Mira ahnte, dass sie ab jetzt ihre Position zwischen ihrer Lehnsherrin und der Baronin genauestens abwägen würde müssen, es würde ein Drahtseilakt werden, aber die Grenadians würden weiterin auf Frühlingshügel sitzen.
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Der Tod kam leise und trunken
Iriana von Altmark saß im großen Ohrensessel am Kamin, die Handrücken auf den Schenkeln zum Gebet. Ihr silbernes Haar fiel in weichen Strähnen auf die Schultern herab. Die Glut in der Feuerstelle war fast erloschen, nur noch ein schwaches Glimmen in der Asche. Ihre Lippen waren reglos, doch es schien, als hätte das letzte Wort, das sie sprach, noch immer ein Echo in der Stille des Raumes.
Als die Magd sie fand, war ihr Gesicht friedlich. Kein Anzeichen von Kampf oder Schmerz, nur der stille Ausdruck eines Gebets, das zu Ende gesprochen war. Sechs Jahre hatte sie allein gelebt, seit Mukadin, ihr Gemahl, den sie einst „den Weisen“ genannt hatten, in die Erde gesenkt worden war und ein die Familie noch einmal nachhaltig hatte. Nun war sie ihm gefolgt.
Nicht ganz zwei Wochen später ritt Haldana, ihre Tochter, durch das helle, steinerne Tor von Gut Rotfurt, nicht weit entfernt von der Brücke, die das Wappen der Familie prägte. Der Weg war ihr lang vorgekommen, doch die Nachricht vom Tod der Mutter hatte sie gerufen. Sie war eine Frau von klarem, ruhigem Geist, die Frieden in ihrem Herz trug, doch nun war sie aufgewühlt. Als sie den kühlen Keller des Gutes betrat, in dem ihre Mutter aufgebahrt war, überkam sie eine unbeschreibliche Ruhe, als sie das Lächeln auf dem Gesicht der toten Mutter sah. Ihre Mutter war heimgekehrt, dorthin, wo der Weise Mukadin bereits wartete, wer weiß welcher ihr beider weiterer Weg war. Sicherlich würden sie ihn zusammen gehen.
Noch in derselben Nacht zog sie sich in ihre Kammer zurück und schloss die Augen, ebenfalls mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Diener fanden auch sie am nächsten Morgen in ihrer Bettstatt, die Hände auf der Brust verschränkt, als hätte sie nur geschlafen. Auch sie war firedlich ihren Eltern gefolgt.
Die Nachricht von ihrem Tod erreichte ihren Bruder Mersatan am Frühstückstisch. Ein alter Krieger, der das Schlachtfeld hinter sich gelassen hatte, doch dessen Herz noch immer im Rhythmus alter Trommeln schlug. Als er nach die Kammer der toten Schwester nun wieder verließ wirkte das Haus leerer als je zuvor. Die Stühle am großen Tisch unberührt, der Staub begann sich auf den Polstern niederzulegen, eigenartig.
Er ließ Wein und Schnaps auftragen, mehr als für einen Mann gut war, und stieß Becher um Becher auf seine Familie an - allein. "Auf Vater, auf Mutter, auf Haldana, auf uns alle!" Die Kerzen flackerten, das Feuer loderte, und seine Stimme hallte durch den kleinen Saal des Guts. Es war keine Trauer in seinen Worten, sondern ein rauer, ungebrochener Abschied.
Als der letzte Becher geleert und stolz-trunken die Wand geschmettert war, setzte er sich und lehnte sich zurück. Sein Blick ruhte auf den Schatten in den Ecken des Saals, als würde er alte Freunde, Kamerraden, Familie erkennen. Dann schloss er die Augen, sein Atem wurde langsam, tiefer, bis er schließlich verebbte wie eine Welle am Ufer.
So kam das Ende. Kein Schrei, kein Zorn, nur ein stiller Abschied in der Gewissheit, dass jenseits der Dunkelheit bereits irgendwo jemand wartete.
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Ihr Familienoberhaupt Ariescha, die dafür einen Kampf hatte führen müssen, nahm den Tod dieser bedeutenden Anverwandten als Anlaß ihre Familie nun wirklich auf ausgetretene Pfade zu führen, so wie der Weise Mukadin es geweissagt hatte.
Zunge wie ein Säbel
Folgende Überlegungen zur Juristerei (Danke Marius): 1. Das größte Problem ist die Einigung von Morganabad, nach der die wechselseitigen Ansprüche abgegolten wurden. Also im Grunde eine Novation. 2. Wie umgehen wir dieses hochoffizielle Dokument, wonach gegenseitige Ansprüche erlöschen? Am besten mit einem Kniff! 3. Ich schlage folgendes vor: Besagtes Lehn kommt aus ganz alter Zeit. Wie alt, ist eigentlich egal, Hauptsache ist, dass zu dieser Zeit am besten sowohl Aranien als auch die Gegend der Baronie zum selben Reich gehört haben. Dieses Lehn könnte dann der Familie der besagten Frau zugesprochen worden sein. Im Laufe der Jahrzehnte(, Jahrhunderte?) hat sich die Familie zersplittet o.Ä. und das Lehn ging unter (vllt. eignen sich da so wilde Zeiten wie die Kaiserlose?). Die Familie selbst hat aber eben einen Ableger in Aranien gehabt, was ja nicht verwunderlich ist, bei der geographischen Nähe. Nun wird vorgebracht, "oh, aber das Lehn steht uns zu, weil X" und bezieht sich dabei aber ausdrücklich darauf, dass das Lehn einem zusteht aber eben unter der Prämisse, dass es eindeutig Mittelreichisch ist. Damit hat man dann Grenzdispute ausgehebelt. Ob dieses Lehn dann restauriert werden müsste oder nicht ist eine Frage die uns zum 4. Punkt bringt! 4. Die Stunde der Diplomatie. Ob das Lehn restauriert gehört und wenn ja in welchen Grenzen ist eine hochkomplexe Frage, da wird jeder der Beteiligten zustimmen. Darum könnte Fatima (oder eben die Alxertis) folgenden Kniff vorschlagen: Ich billige dir den landlosen Titel einer Edlen von X zu (von mir aus auch mit der Zusicherung dass ihre Kinder den Titel ebenfalls bekommen) und im Gegenzug verzichtest du auf das Recht zur Klage auf Wiederherstellung dieses Lehns.
Damit hätten wir einmal den Anwendungsvorrang der Einigung von Morganabad ausgehebelt und gleichzeitig das diplomatische Geschick der Alxertiser gezeigt. Denn Fatime musste einen landlosen Edlentitel anerkennen (der irgendwann irgendwer vllt. auch nutzen wollen wird, um mehr rauszuhauen, denn wo ein nomineller Titel ist, da gibt's auch die theoretische Möglichkeit eines Landtitels) hat aber im Gegenzug diesen Angriff der Unordnung in ihre Baronie bringen sollte abgewehrt ohne wirklich etwas verloren zu haben.
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Nicht das was ich wollte
Dana von Ruchin schlenderte alleine in Gedanken versunken zwischen den Ständen und Zelten umher. Sie hatte sich auch dem Zelt der Kadi zurück gezogen. Das was darin gerade beschlossen wurde war nicht das was sie gewollt hatte, als sie sich mit der Altmärker Junkerin zusammen getan hatte, um der Baronin ein Schnippchen zu schlagen. Und das was davor passiert war - die Tumulte - erst recht nicht, ein solches Chaos hatte sie nicht bezwecken wollen. Wohl aber ihre "Verbündete", die sie mit ihrer harschen Unterstützung für die Aranier mehr als überrascht hatte. Natürlich wollte sie der Baronin und ihrer Sippschaft eins auswischen, aber so? Das störte die Ordnung und viel schlimmer kochte es die teilweise ohnehinschon schwierige Situation des Völkergemischs Südperricums noch weiter hoch. Das war nicht in ihrem Sinne, würde das doch nicht nur die Baronin treffen, sondern auch sie.
Im Zelt hatte darauf aber niemand auch nur einen Gedanken verschwendet, es ging dort nur um juristische Floskeln und Erbsenzählerei. Und ihre Verbündete hatte dort auch nur schlicht die Rolle der Anheizerin übernommen, das war nicht hilfreich gewesen. Obendrein hatte sie bei ihrem letzten Besuch bei der Altmärkerin, einen kurzen Blick auf eine Korrespondenz dieser mit jemandem am Baronshof erhaschen können, dort ging es um die Zukunft des weißhäuptigen Magiersprosses der Baronin. Mit sowas wollte sie nichts zu tun haben.
Dana schüttelte sie nur den Kopf, was hatte sie sich dabei nur gedacht. Sie hatte sich einem Spiel hingegeben, das sie nicht gewillt und befähigt zu spielen, sie müsste sich daraus zurückziehen und andere Verbündete suchen. Doch als Ruchin war sie allein hier in Haselhain, seit ihre Anverwandten am Baronshof verstorben und die Baronin sie übergangen hatte.
Vielleicht war es der Schlüssel sich an die Herdentorer Sturmfelser zu wenden, die wiederum in gutem Kontakt zu den Wasserburger Ochsen standen, welche durchaus gute Kontakte mit ihrer Familie aus dem Schlund unterhielten.
Sie nickte, die Sturmfelser in Herdentor, sie würde ihnen einen Besuch abstatten, dachte sie, warf noch einen letzten Blick auf das rote Zelt der Kadi und wandt diesem dann den Rücken zu, inkl. ihrer ehemaligen "Verbündeten".
Kurz darauf entstiegen die Konfliktparteien dem Eingang des Zeltes. Ihre Gesichter spiegelten die Neutralität des eben gefundenen Kompromiss, der letztlich eine große Leistung der Kadi und der Landrichterin war. Sie hatten die Meinungen gehört, die vorgebrachten Dokumente geprüft und mit solchen herangebrachten aus der Festung Haselhain verglichen. Natürlich müsste all dies nin den nächsten Tagen noch einmal gegengeprüft werden, aber letztlich sah die Einschätzung der beiden Rechtsgelehrten so aus, dass tatsächlich noch ein berechtigter Titelanspruch Malai Bureschers bestand, allerdings dieser nicht zwingend mit Land verbunden war. So dass die Baronin ihr zwar den Titel und Namen "von Buresch" zugestehen musste, die damit verbundenen ehemaligen Ländereien aber durch historische Folgeereignisse der aranischen Segregation ihr nicht zwangsläufig zustünden.
Baronin und nunmehrig Malai von Buresch hatten dem zähneknirschend und doch zufrieden zugestimmt. Während aranische Entourage und Altmärker Junkerin sich offensichtlich etwas mehr Schelte für die Baronin erhofft hatten.
Letztlich sollte dies ein guter Vorgeschmack auf die zukünftige Art und Weise werden, wie Perrica von Alxertis die Geschicke von Perricum mit bestimmen würde.
Die Altmärkerin Junkerin hingegen hatte danach ihre "Verbündete" Dana aufsuchen wollen, um ihr ihre Enttäuschung über deren Rückzug aus den Gesprächen im Zelt kundzutun, doch man ließ sie nicht zu der Ruchinerin durch. Vielleicht hatte sich Ailah von Altmark an der Entschlossenheit der Haselflurer Junkerin getäuscht, die war nicht vielleicht nicht die Verbündete die sie wollte bzw. bräuchte. Evtl. würde diese Rolle aber ihr Verwandter am Dürsten-Darrenfurter Hof für sie übernehmen.
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NEXT: Fatime überlegt, ob es schlau wäre Malai ein Edlengut zuüberantworten, um diese gewogener zu stimmen...Malai überlegt ob wie man den neuen Einfluss nutzen könnte ohne gleich mit den Radikalen Araniern zu schwimmen oder die Baronin gänzlich als Feindin zu haben.
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Zelt der Krone?
Frühherbst (Ende Travia) 1046 BF, Zwischen Festung und Stadt Haselhain
Zur Beschwichtigung werden alle Parteien (Ginaya, Fatime, Kazar, Mail(a)) von Perrica und Arianna in Ariannas Zelt geladen. Diese ist ungehalten, sieht die Aranier auf verlorenem Posten. Ginaya lehnt sich weit aus dem Fenster: "Perricum heisst euch willkommen, aber die Macht geht von den Perricumern aus." Es entbrennt ein Streit, die Kadi stellt sich schützend vor die Aranier. Perrica lässt das erste mal ihr Talent zu Verhandlung und Kompromiss aufblitzen. Erwirkt eine Ruhe und verspricht sich im Austausch mit Arianna dem Problem anzunehmen (weil ohnehin keine klare Zuständigkeit).
Danach überschlagen sich allerdings die Ereignisse (vmtl.), mit symbolischer Übergabe Ogerstarks an den Markgraf. Ob Perrica und Arianna das noch klären vor dem Umbruch, ist gerade noch offen.
Letztlich kommt ein Kompromiss dabei heraus. Malai(a) wird Name "von Baburesch" und Adelsrand zugesprochen, jedoch nicht (oder nur im kleinen Maße) ihre Ländereien. Kein Junkertum, wenn dann eher eine Edelnherrschaft untergeordnet unter dem Junkertum Eslamskesh. (Was den Junker dort ansäuert - evtl. wendet er sich dann an die Verwandten in Herdentor (--> Ochsen).
Danach hätte jede Fraktion eine/n Vertreterin in Haselhain. Ein zweiter Schauplatz für das Politsetting neben dem Markgrafenhof.
Fatime (Alxertis), Rukus (Rabicum), Malai(a) (Altaranier), Ailah (Paligan), Dana (& Eslamskesh-Junker) (Ochsen).
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Die Sache geht vor die Landrichterin von Alxertis, allerdings ist die Zuständigkeit nicht ganz klar, deshalb geht es auch der Kadi Ariana zu. Diese handeln nach Monden des Hin und Her einen Kompromiss aus.
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Langzeitiger Plan Altmarks vs. Fatime (x Jahre): Den Sohn umdrehen, ihn offiziell nach Zorgan empfehlen (über Sewan) und dann aber nach Fasar bringen und heimlich mit einer ihrer Töchter verheiraten. Kashgar wird allerdings zu weit gehen.
Zanira und die Almadanis
Zanira von Pfiffenstock und die potentiellen Verbündeten in Almada.
Was da war und was da kommt
Ein bisschen Ärger im Haus I
Über immer noch verärgerte Söldner der Diamantschädelreiter.
Ein bisschen Ärger im Haus II oder Seeschlange und Malmerin
Schloß Ginsterhold im Zentralgaretischen, ?? BF (noch im Jahr 1042 BF, am besten vor der Verlobung Nedimes mit Yaron)
Immer wenn die beiden Macht gewohnten dieser Generation aufeinander trafen spürte man förmlich den Glanz längst vergangener Tage. Aber auch ein zittriges Spannungsgefüge, das nur zwischen Menschen solcher Couleur entstehen konnte, ein Abtasten, Sondieren und Agieren. Und das ohne das ein einziges Wort gefallen war. "So sehen wir uns wieder, Eure Edelhochgeboren, ich fühle mich geehrt ob Eurer galanten Einladung. Unsere aufschlussreichen Gespräche über die Wappenfiguren unserer Familien sind mir noch in erfreulicher Erinnerung. Wie habt ihr nur von meinem Kurzaufenthalt hier erfahren?" Der rechts sitzende Seneschall, Baron und Machtmensch Zordan von Rabicum machte auch in seinem Alter noch eine erhabene Figur, in seiner edelblauen Gewandung nach Perricumer Mode, mit den sich schlängelnden zierenden Silberfadenapplikationen und der schmückenden Ziernadel in Form einer Seeschlange, die jederzeit aus ihrer Starre erwachen zu können schien, so wachsam wirkte ihr Blick, ebenso wie der des älteren Edelmannes mit den ebenso markanten wie Edlen Zügen.
Doch auch sein Gegenüber im prächtigen Lehnstuhl stand dieser edelmütigen Stärke in nichts nach, als sie ebenso galant antwortete: "Es ist meine Aufgabe zu wissen was hier vor sich geht – in diesem Fall war es viel zu einfach, da ich die Gattin des alten Raben einmal im Mond bei mir empfange. Wissen ist eben Macht, aber das wisst Ihr genauso gut wie ich – und das ist es was uns von den Jungen unterscheidet. In unserem Alter bleibt uns nichts anderes als zu beobachten wie unser Lebenswerk Früchte trägt oder von der Jugend eingerissen wird. Würde es nicht um alles gehen wäre es fast amüsant, oder etwa nicht?" Die ehemalige Landvögtin von Palmyramis schmunzelte vielsagend. Ihre Gesichtszüge waren vom Alter nicht verschont geblieben, doch zeugten sie noch immer von altaranischer Grandezza.
Und das war es was auch dem ebenfalls ergrauten Zordan gefiel, junge Gesichter mochten vielleicht von Schönheit und Kraft singen, doch das seines Gegenübers war von weitaus ehrhabenerer Schönheit, die Art Schönheit die Macht und Einfluss mit sich brachten. Er lächelte, denn ihm war bewusst, dass er eine ganz ähnliche Ausstrahlung besaß. "Ihr habt absolut recht, Herrin des aranischen Malmers. Und weil ihr das habt, genoß ich es stets Geplänkel mit euch umschiffen zu können. Die gemeinsamen Ziele nehmen Gestalt an, Perricum geiwnnt an Stolz und Glanz, trotz Haffax. Wie eine rahja- wie hesindegefällige Statue reifen seine Formen mit jedem Beitelschlag, den der Künstler ansetzt. Oder sollte ich sagen - DIE Künstler. Nur habt ihr abermals recht, wenn ihr sagt, dass diese Pracht stets in Gefahr ist von der Jugend im Ungestüm niedergerissen zu werden." Zordan winkte sich eine der jungen Dienerinnen heran und ließ sich den Becher erneut bis zur Hälfte befüllen, während er den weißen Fisch auf dem blauen Teller sezierte."
[...]
Ein bisschen Ärger im Haus III
Über jungen Landjunker Romin von Tikaris und die Junker Devon von Hengisford und Ronderich von Sturmfels.
Wenn das Rudel tollt - Gedanken eines Gockels
Selo von Pfiffenstocks Gedanken über seine Gattin in Haselhain, die Wallfehde, den Weggang des Gigantensohns aus dem Rudel, Herdentor und Sebarin, die Fehde in Garetien, das Land und seine Diener, den Spott.
Das Grollen des Mantikors
Wehrschloss Altentreu, im Frühjahr 1043 BF
"Ar'Rammal Shita, Raschadan, dann müssen wir uns eben andere Freunde suchen, wenn diese Stümper dort Oben Angst vor Wasser haben. Wir verlagern vorerst unsere Bemühungen stärker auf Waren aus dem Süden, die wir den winselnden Tüchleinschwänkern überteuert weiterverkaufen. Aranien hat noch ein paar Schätze aus älteren Tagen zu bieten. Geh, und mach das was du am besten kannst.", fluchte der Baron im harten, nebachotischen Dialekt des Tulamidya um dann in einem gehessigen Grinsen zu enden. Sein Schatzmeister verstand, nickte und eilte, nach erstem kurzem Schrecken über die gefürchteten Wutausbrüche seines Herren, dennoch wusste er auch was der Baron an ihm hatte, denn dieser vergütete ihm seine Taten äußert wohlwollend, doch die Situation am Darpat machte die Wege für ihre "Freihandels"-Verdündeten im Norden nicht besser. Wo sie zuerst noch leichteres Spiel durch die Verwirrung hatten, waren sie nun selbst durch aus betroffen von den unheimlichen Ereignissen am Fluß, die schon so manche Warenladung auf einem versteckten Boot oder gar einige ihrer Verbündeten selbst verschwinden lassen hatten, so dass man dort oben versuchte den Fluß zu meiden so häufig man konnte.
Während der feiste Zahlendreher den Raum verließ ließ der Baron sein noch sehendes Auge durch den Thronsaal blicken, schwarze und rote, lange Tuche und Banner hangen von der Decke herab, gespickt mit wenigen hellen oder gar weißen Elementen, wer zu ihm wollte musste sich durch dieses textile Gewirr seinen Weg bahnen. Selbst die hellen Wände waren dunkelverhängt und verliehen zusammen mit den vielen Schmuckwaffen und den großen, dunklen Feuerschalen dem Raum eine morbide und kriegerisch-archaische Herrlichkeit. Zwischen den Tuchen und Bannern erahnte man die Gestalten seiner Leibgarde und zwei weitere, die sich dem mit etlichen Kissen gespickten, dunklen Thron des Herrschers näherten.
Irian von Brendiltal und Shelkor von Kollberg, ein wahrlich gefährliches Gespann. Shelkor, wie immer der Schattenmann, blieb etwas weiter hinten mit dunkler, aber ruhiger Miene stehen, er war wie eine gute, stachelbewehrte Neunschwänzige für Al'Arik. Voran, mit vor Hass und Zorn schäumendem aber geradlinigem Blick lief Irian, er war die giftige Klinge, die bereitwillig und quasi ganz von alleine Dinge erledigte, die einer Kriegerehre zu wider waren. Man musste, nur die richtigen Worte fallen lassen, Shelkor seinen Part erledigen und Irian dann einfach relativ frei walten lassen und schon schienen sich Dinge von ganz allein zu regeln. Die Entwicklungen in Herdentor, das Sprach eine eindeutige, sehr durchdachte und absolut skrupellose Sprache. Und deshalb müsste der Blutbaron vorsichtig sein, der Giftdolch war anscheinend bereit zu äußersten, verderblichen Mitteln zu greifen und seine Taten könnten sich auch für ihn eines Tages ernsthaftlich rächen bzw. ihn einholen - dabei dachte der Korbrunner nicht an solche Lapalien wie die strengeren politischen Unwegnisse und Grenzpatrouillen in Haselhain. Die wussten seine Leute meist gut zu umgehen, für die Geschäfte. Aber Momentan war ihm Irian noch nützlicher, als er gefährlich war. Und so fing der Korbrunner die Wut des Brendiltalers sogleich auf, denn eisern gelenkte Wut liebte sein blutiger Gott.
"Wisst Ihr, Irian, Euer Vater hat mich einiges gelehrt als ich sein Schüler war, aber in Euch sehe ich seine besten Eigenschaften als tiefe Saat aufgegangen und Ihr lebt die alten Werte, seine alten Werte, noch tiefer als es ihm vergönnt war sie auszuleben. Eure Taten ehren Euch und machen Euch zum einzig wahren Nachfolger Eures Onkels, des großen Eslams, auf dem Thron der schwarzen Hengste in Herdentor. Eines Tages werdet Ihr dort sitzen, meiner Unterstützung dabei könnt Ihr Euch immerzu gewahr sein."
Kurz stutzte Irian in seinem Groll: "Danke, großmutiger Herrscher, Euer Hochgeboren, wenn er seinen ehemaligen Schüler dort so stolz, erhaben und traditionsbewusst sitzen sehen würde, würde es ihm ein Wohlgefallen sein und er würde seinen Gram vergessen können über all die Neuerer und Schwächlinge, vorallem die aus dem kranken Schoß seiner und meiner Familie."
"Da bin ich mir sicher, Irian, der wahrhaftige Stachel im Fleische Eurer eigenen, schwächelnden Sippschaft. Wenn es doch nur ebendiese wäre, die euch von der Inbesitznahme Eures rechtmäßigen Erbes abhalten würde. Doch das wahre Problem sind die "Abenteurer des Tals", die Tura ai a Danal."
Irian hob eine Augenbraue, die begann zu zittern, während der Baron spürte wie seine Worte Irians Wut kitzelten, die dann seinen Verstand zum brodeln brachte und so fuhr der Baron fort: " Eine Schande sind sie, wir hätten sie in unserem Kor gefälligen Kampf unter Brüdern zurechtstutzen sollen, doch die Raulschen haben uns dies verwehrt und sie kriechen vor ihnen. Die ganze Sippschaft folgt immernoch dem falschen und geblendeten Sonnenbaron und damit seiner weibischen, raulschen Sippschaft, der sie huldigend die Treue halten. Welch Verschwendung von edlem, altreuen Blut. Zu dessen Reinigung müsste Kor gefällig vergossen werden, doch mir sind die Hände gebunden durch die feisten Augen der raulschen Knute, die uns hier einfärcht wie ein vergessenes Relikt, dabei sollten Bluthengste reiten, nicht wahr, Irian?"
Al'Arik bemerkte nun das lodernde Funkeln in den Augen Irians und genoß sein Werk, während Shelkor an Irian heran trat und ihm kurz zuflüsterte. Irian würde Unruhe stiften und so von den Freihandels-Aktivitäten des Barons ablenken. Außerdem würde Irian so nicht auf dumme Gedanken bezüglich Sebains kommen. Und wer weiss, vielleicht würde dem blutrünstigen Dämon ja nochmal so ein Paukenschlag gelingen wie zuletzt, unnütz wäre das nicht und wenn es schief ging konnte er Irian nur allzuleicht ans Messer liefern. Der BAron war zu frieden und ließ sich eine Schüssel mit Wasser bringen, um seine Hände zu waschen.
Dabei bemerkte allerdings nicht einen anderen, der sich geschickt hinter den textilen Bannern in der Halle verbarg, einer den die Wachen nicht behelligten. Al'Ariks eigenen Sohn Tar, der dem Ganzen mit steigendem Argwohn gelauscht hatte. Sein Vater würde mit solcherlei Machenschaften alles Errungene wieder auf's Spiel setzen. Er müsste sich etwas einfallen lassen.
Zeitleiste "wider den ZIGfachen Streit"
Das Jahr 1044 BF für Selo von Pfiffenstock, Felan von Schallenberg und Leomar von Zweifelfels:
im Rondra 1044 BF: Duell im Morgengrauen zwischen Felan und Selo in Perricum
[...]
im Rondra 1044 BF: Wetterfelser-Schallenberger Ungehorsam in Hartsteen (evtl. mit Hilfe von Unterstützung der Wintergeborenen-Söldner (Pfiffenstocks?)
[...]
Ab Travia 1044 BF: Felan, Beginn der heißen Phase der Fehde mit dem Grafen (eroberung Natzungen etc.) (Hier noch immer noch unterstützt durch Wintergeborenen-Söldner?)
[...]
Ende Firun 1044 BF wird er mit dem Rudel in Eslamsgrund sein Branibeths Horns such mit anstoßen.
[...]
Ab Boron 1044 BF: Noch so kleine Geplänkel und Verhandlungen (hier evtl. Selo mit bei Verhandlungen?)
[...]
Firun 1044 BF: Erklärung der Unfehde
[...]
im Peraine 1044 BF gibt er auch mit dem Rudel in Uslenried Korn aus (Das könnte schon eine Aktion wider dem Streitzig sein. Felan evtl. dabei?)
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im Ingerimm 1044 BF ist er ebenfalls an der Seite Sigmans und zählt Opportunisten. (Felan auch beim Rudel?)
[...]
Die Nebachotinnen kommen
Spätestens seit 35-Tage Krieg (1028/29 BF), Nebachotenkrise (1038 BF) und Haffax-Invasion (1039/40 BF) und dem Wegfall der letzten großen drei Al'Shuare, Al'Hatime und Al'Hareshs, wankt nicht nur das Konstrukt der großen (männlichen) Anführer und der Stämme der Nebachoten. Sondern auch die Frauen treten endlich aus den alten Konventionen der nebachotischen Männer hervor, die Frauen, die nicht ganz und gar dem Bild der kriegerischen, starken Frau nach dem Abbild Rondras entsprechen als unwürdig und ilegitim sahen. Die neue nebachotische Weiblichkeit versucht sich nicht diesem Muster/Schema hinzugeben, sondern tritt ganz anders stark und divers auf. Sich dabei auch auf Traditionen vor dem Fall Nebachots und auch auf Dassareth, die Witwe des letzten Sultans von Nebachot und Gründerin Araniens, beziehend. (+ Sagen von neb. Heldinnen des altertümlichen Nebachots und des neuzeitlicheren Perricums, die wiederentdeckt werden). Die althergebrachten, nebachotischen Männer werden dem nichts mehr entgegenzusetzen haben und in den moderneren unter ihnen werden die neb. Frauen Verbündete finden. Diese Frauen - und weitere - werden in Zukunft das Bild Perricums und vorallem der Nebachoten mitprägen und die Dominanz der nebachotischen Männer aufheben.
Beispiel-Charaktere der "neuen nebachotischen Weiblichkeit" (darüber hinaus kann und wird es auch in den einfacheren Ständen neb. Frauen geben, die sich hervorheben):
- Fatime von Pfiffenstock (geb. Rabenstock), erste Baronin der Nebachoten
- Manolya von Pfiffenstock, ihre Tochter und (faktische) Erbin
- Ailah von Altmark, Fatimes Gegnerin und Junkerin von Altmark
- Baha von Darrenfurt, Ritterin und selbsternannte Auserwählte Rondras am Hofe Dürsten-Darrenfurts (zukünftige Junkerin von Morganabad)
- Nahila von Darrenfurt, das (neue) Gesicht des Darrenfurt-Kartells
- Yarascha von Schurr, Mystikerin und seherische Rabenhexe
- Rosalinde von Schurr, Leibärztin am Gerbenwalder Hof
- Arishia von Lanzenruh, Auserwählte der Sphinx und Junkerin von (Rest) Rash Lamashu
- Hamidane von Lanzenruh, ihre Tochter und Erbin
- Ashina von Turatal, Kriegerin der Rash'Waharis und Vertraute Sulamiths von Aimar-Gor
- Rahjane von Korbrunn, "Auserwählte" des Ar'Shymruhs in Sebarin
- Yarasha von Weißbarûn, strahlende Hochgeweihte der lieblichen drei Schwestern in Rashia'Hal
- Ankara von Brendiltal, Amazonenführerin und ihre Schwestern von Raschtulswacht
- Jaela Savika, eine der beiden Schüler der Philosophenschule des alternden Al'Hareshs in Gerbenwald
- Ariescha von Rotfurt, neues Oberhaupt der Familie Rotfurt aus Gnitzenkuhl
- Hala von Eisensitz, nebachotische Ritterin aus Gerbenwald
- Firama von Koramsmär, stolze Grenz- und Vorreiterin
- Yaela von Rabenstock, Hofdame auf Reichsgarten
- (Lomena von Schurr, Rondra-Laienschwester in Sturmfels)
- (Hessinya von Altmark, Vögtin von Freiherrlich Herdentor)
- (Mersana von Eisensitz, heimliche Leibwache der Baronin von Haselhain)
- (Arianna von Pfiffenstock-Ruchin, Kadi im Grenzgebiet Aranien/Perricum)
- (Erena von Pfiffenstock, Rechtsgelehrte)
- (Charina Elchin'awar, aufstrebende Zollhaupfrau in Eslamskesh)
- (3 Schwestern Yngria, Shimina & Heshina Halbarech, Töchter den Schulzen von Waisenblick)
- (Yonara von Zolipantessa, Heermeisterin am großgaretischen Großfürstenhof; zwar keine Nebachotin durch und durch, aber diese sehen zu ihr auf)
[...]
Der Tod holt dich ein
"Du hättest nicht allein kommen sollen. Hast du wirklich gedacht, ich wüsste nicht, dass du hier eines Tages auftauchen würdest? Du alter Narr. Aber das warst du schon immer, immerhin willst du Rache üben für die Enkel des Mannes, der deinen Sohn zu einem qualvollen Tod und dich zum schmachvollen Dienste bei den 'Toten' verdammt hat." Irian II. von Brendiltal sprach die Worte ruhig, aber mit Abscheu, während er sich, halb vom Schatten bedeckt zu Gawain drehte. Doch er schien nicht der einzige im Raum zu sein.
Auch Gawain schallt sich einen Narren, er war nicht vorsichtig genug gewesen, bei seiner Suche nach dem Mörder der Enkel des großen Eslam, er hatte es zu sehr erzwungen, dabei hatte er niemandem davon erzählt, wem auch, er war ein lebender Toter. "Dir steht kein Urteil über meine ehrvolle Aufgabe zu, denn du bist ein Mann ohne jegliche Ehre, der Tod unter seine eigene Familie brachte. Du bist eine Schande und ich werde es dir als Bote des Chol'Iadrim vergellten. Deine Häscher werden dies nicht verhindern."
Irian hätte nun einen Monolog über seine vermeintlichen Verbrechen, Gawains lächerlichen Ehrbegriff oder dessen auswegslose Vergeblichkeit halten können, stattdessen machte er eine wegwerfende Geste und drehte dem Legionär der lebenden Toten den Rücken zu. Da traf Gawain auch schon ein erster Pfeil, ein weiterer verfehlte ihn knapp, aber ein dritter Kämpfer stürzte sich mit dem Säbel auf ihn. Sein Ziel jedoch war der Verräter Irian, also ignorierte er den Klingenschlag, der ihn an der linken Schulter traf. Ein weiterer hieß ihm Schmerz in der Wade und ein dritter Pfeil streifte ihn, so dass er schon geschwächt bei Irian ankam, der sich ebenfalls erneut in der Drehung befand und ihm lächelnd einen Krummdolch in den Bauch schob. "Alter Narr. Sieh an wie weit dich deine Ehre gebracht hat, ein gebrochener, alter Mann, ohne Erbe, ohne Zukunft, ohne Leben."
"Ich bin bin schon lange ein lebender Toter. Und von meinem Sohn werden mir bald Geschichten erzählt in der Wartehalle. Du hingegen bist nun ein sterbender Lebender, der Chol'Iadrim verflucht dich, ich habe dich markiert. Nach diesem Leben wird kein weiteres mehr sein für dich und auch keines der Paradiese." Gawain tat seinen letzten Atemzug und Irian blickte iritiert auf die Klinge, die ihm eine schmale brennende Wunde verpasst hatte. Es war keine Wunde die seinem Leben gefährlich werden konnte, doch der Dolch den Gawain noch fest in seiner nun toten Hand hielt wirkte unheilvoll. Der Griff der Klinge endete in einem gehörnten Rabenkopf, dessen Augen schienen als würden sie schwach glimmen und dann erlischen.
Die Dienerin
Die Dienerin - Lamashtreu
Die Reste des Junkertum Rash Lamashu, Dorf Lamashtreu 1045 BF
Um die Reste eines vermeintlichen Turms der Alten Mauer, gruppierte sich ein kleines, junges Dorf, dessen Behausungen fast alle neu gebaut oder in den letzten Zügen des Baus waren. Auch der Turm selbst wurde hergerichtet und darüber wehten die Banner mit den geflügelten Katzen. Solche erblickte man auch überall als Bildnisse oder Abbildungen im Dorf.
Rahjane, die sich sich mittlerweile u.a. Shymia nannte, trat in das Dorf. Noch immer war es ihr nicht geheuer unter "so vielen Menschen" zu sein, kannte sie doch fast ausschließlich nur das Leben allein mit dem Wesen. Daher hatte sie auch größere Ansiedlungen auf dem Weg hier her gemieden, zumal ihr ein Ort wie dieser schon groß vorkam. Zum Glück, beachteten die meisten Leute sie nur selten. Doch hier schien eine eingeschworene Gemeinschaft zu leben, die sofort bemerkte wenn jemand Neues das Dorf betrat.
So wurde sie mit Blicken verfolgt auf dem Weg zum Turm, was ihr nicht behagte. Vor dem Wehrgebäude blieb sie stehn. Hier befand sich ein kleiner Platz, auf dem sowas wie ein kleiner pyramidenförmiger Altar stand, dessen drei flache Stufen auf ein kleines Plateau führten, auf dem vielleicht eine oder zwei Personen Platz finden konnten. Dort thronte eine Sphingen-Figur, die etwas undefinierbares in den Vordertatzen hielt. Die Dorfbewohner hatten das etwa schrankgroße Gebilde mit Girlanden und allerlei Schmuck behangen, kleine Stofffetzen steckten in den schmalen Fugen. Einer davon war herausgefallen, Shymia konnte die krakeligen Buchstaben darauf nicht entziffern, die kleine Zeichnung darauf gab ihr ebenfalls nur Rätsel auf.
Fasziniert blieb ihr Blick dennoch daran hängen. Bis eine junge, aber kräftige Stimme sie aus den Gedanken riss: "Du bist nicht von hier?! Wer bist du?" Etwas erschrocken drehte sie sich um, nahm eine leicht geduckte Haltung an und blickte auf eine junge Frau in leichter Rüstung und nebachotischem Wappenrock, deren Gesicht sie irgendwie vage an eine Katze erinnerte."
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Die Dienerin - Die Sphingentochter
"Mein Name ist Shymia, aber ich trage vielerlei Namen, nennt mich also so, wenn es Euch beliebt." Die Dienerin dachte damit würde die der Situation den Wind aus den Segeln nehmen, doch schien, diese Antwort ihr Gegenüber eher skeptischer zu machen, sie konnte Menschen aber nicht wirklich gut lesen. Und so entschied sie sich noch etwas hinterher zu setzen: "Seid Ihr die Rätselhafte von Rash Lamashu?"
"Eigentlich gibst du mir gerade Rätsel auf.", war die Antwort der jungen Kriegerin, so das Shymia beschämt zu Boden sah, das lief anders als gedacht, wenn sie sich überhaupt etwas dabei gedacht hatte, wenn sich das Wesen etwas dabei gedacht hatte - was hatte es sich nur dabei gedacht, sie auf eine solche Reise zu schicken?
"Schräg bist du ja, Shymia, aber das ist noch kein Grund in Starre zu verfallen. Also, warum bist du hier?", im strengen Ton der Kriegerin, lag ein gewisser Witz, der die Dienerin wieder aus ihrer Scham und Unsicherheit holte - so dass sie sich auf die Worte des Wesens als Anker besinnen konnte: "Ich will dienen. Ich möchte...muss helfen, unterstützen, Treue und Demut beweisen, an so vielen wie ich kann. Es ist mein Bestreben durch Selbstlosigkeit denen den ich diene in ihrem Wachsen zu helfen."
Die junge Kriegerin hob mehr als nur eine Augenbraue, so einen Menschen war sie noch nie begegnet, sie schien Nebachotin zu sein, mit einem sehr seltsamen Akzent und hatte, wenn man genau hinsah, etwas edles in ihrer Unscheinbarkeit. "Ähm, also bist du auf Bußgang? Welcher Verbrechen kann sich jemand wie du schudlig gemacht haben, um so Buße zu tun?"
"Nein, Herrin, auf Bußgang bin ich nicht, ich bin schlicht eine Dienerin auf der Suche nach Fragen auf meine willfährigen Antworten. Es hieß die Rätselhafte könnte mir solche unterbreiten."
"Mädchen, deine Herrin bin ich nicht und dein Betragen muss sich mir noch ergründen. Aber ich nehme an du bist auf der Suche nach der Sphinx oder meiner Mutter. Mein Name ist übrigens Hamidane von Lanzenruh."
[...]
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Später: "Es ist nun an dem Menschen. Sie folgen keinem Pfad, sie sind frei." (Warum machen es die Wesen nicht selbst?")
Löwinnen
Lomena von Schurr sucht Baha von Darrenfurt auf, weil sie die neb. Ritterin und Prädigerin sehen will.
Der Zug der Verbannten – Freudenfeuer
Kloster Keshal Lev'Tamin, Raschtulswall, Rahja 1045 BF
Selbst für ein halb verborgenes Levthanskloster außerhalb jeglicher Reichsgrenzen, mitten im Raschtulswall, bot sich dem fremden Betrachter ein Bild des Überschwangs und der Zügellosigkeit, wenn denn ein Uneingeweihter denn vor Ort gewesen wäre. Ansonsten feierte man hier unter sich und frohlockte und preiste dem brünstigen Mannwidder. Doch nicht nur weil es der Monat dessen Mutter war, war die Stimmung noch ausgelassener als sonst, ein weiteres Ereignis war der Anlass. Es war ein hochfreudiger, ein Levthansbund stand an. Keine geringeren als die langen Weggefährten Leomar von Zweifelfels und Selo von Pfiffenstock wollten heute ihre besondere Männerfreundschaft mit einer extatischen Feierlichkeit krönen.
'Sie waren einst Diener der Lande Spieler per Bande, fiel'n in Schande Klappe zu, Fuchs tot Ratte du, Kuss rot Heut sing' sie Lieder für'nander'
Selo, der sich zur Feier des Tages Vollblutprinz Xelo von Gockel nannte, legte sein Schreibwerkzeug nieder und präsentierte seinem alten und zukünftigen Liebesbruder Leomar sein sog. 'Immerwitz'. Angeblich eine spaßige Mischform aus nebachotischen Rapp und albernischer Kurzgedichtform. Dabei war es wohl keines von beiden und auch nicht sonderlich gut. Aber es war seine neuste Freizeitbeschäftigung. Er grinste, als er endete, wie nur er grinsen konnte, dann knüllte er sichtlich erheitert das Stück Papier und warf es zu den anderen auf den Haufen, freute sich wie ein Kind.
"Heute ist es soweit, ich brenne, mein Einhornigster."
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Hart, aber gerecht
Die Perricumer stehen vor der Tür
Anfang/Mitte Travia 1044 BF
Eine Vorhut der Perricumer Truppen erreicht die Grenze zum Norden Reichsforst.