Benutzer:Treumunde/BriefspielSeepfeil KoralleninselnAchaz2

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Maraskan Achaz.jpg

Sie hatten ausgeharrt, in Hab-Acht-Stellung gewartet, doch der erwartete Angriff der Achaz blieb aus. Die Dämmerung setzte langsam ein und sie wussten, dass sie vor Einbruch der Dunkelheit zum Lagerplatz zurückkehren mussten. Der verletzte Hakon wurde von Janna und Piet gestützt, während Lechmin und Randolf unablässig die Umgebung sicherten, jeder Schatten wurde argwöhnisch beobachtet.

Plötzlich erklang ein Rascheln im Unterholz. Ein Speer flog aus dem Urwald, traf Frenja und ließ sie zu Boden sinken. "Wir werden angegriffen!" schrie Randolf, sein Schwert blitzend in der sinkenden Sonne.

Sofort suchten alle Deckung hinter den Bäumen, während weitere Speere heranflogen und sich in die Stämme bohrten. "Es sind drei!" rief Lechmin, als sie und Randolf vorrückten. Es kam zum erbitterten Kampf mit den drei Maraskan-Achaz, deren Augen vor Kampfeslust funkelten.

Als die angreifenden Achaz im Nahkampf gebunden waren, wagte sich Samira aus ihrer Deckung und zog Frenja außer Reichweite der Kämpfenden, und begann unverzüglich, die Verletzung zu untersuchen. Sie traute sich nicht, den Speer aus der Wunde zu ziehen, aus Angst, dass die Frau dann verbluten würde. Samira würde sie im Lager versorgen, wo sie mit den Magistern zusammenarbeiten konnte. Sie hatte schon mal beobachtet, wie ihr Vater Wunden genäht hatte, aber bei so einer tiefen Wunde traute sie sich das nicht zu. Vielleicht würden Lechmin oder Randolf den Speer kürzen können, so dass es einfacher wäre, Frenja zu transportieren.

Zwei der Angreifer wurden nach einem heftigen Schlagabtausch besiegt, ihre Leiber zu Boden fallend, während der dritte Achaz entkam, zu seiner Flugechse stürmte und in die Lüfte stieg. Die beiden anderen Flugechsen folgten ihm ohne ihre Reiter.

Während des Kampfes hatte Bruder Tsaturas hinter einem Baum Schutz gesucht. Dort erblickte er zu seiner großen Begeisterung eine seltene Pflanze, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Sorgfältig sicherte er eine Probe, seine Augen leuchteten vor Entzücken über diese botanische Entdeckung.

Doch die Gefahr war noch nicht gebannt. Plötzlich schlängelte sich eine Boronsotter von einem Baum herab und biss den Matrosen Efferdan. Mit erschreckender Geschwindigkeit umschlang die Schlange ihn und zog ihn in die Schatten des Waldes. Lechmin und Randolf, zurückgekehrt vom Kampf, sprangen zur Hilfe und erschlugen die riesengroße Schlange. Doch für Efferdan kam jede Hilfe zu spät, er verstarb an dem tödlichen Gift. Die Hesindegeweihte versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie betroffen sie über den Todesfall war. Sie versuchte ein Gebet zu sprechen, jedoch versagte ihre Stimme.

Sie machten sich auf den Rückweg zum Lagerplatz, den toten Efferdan und die verletzten Hakon und Frenja im Schlepptau. Der Wald hatte seinen Tribut gefordert, und die Mannschaft der Seepfeil hatte erneut erfahren, wie unbarmherzig und unvorhersehbar ihre Reise war.



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Mitte Bor 1047 BF 20:00:00 Uhr
Das Unheil im Dschungel
Stachelschweine voran


Kapitel 21

Das Dorf der Achaz